Lufthansa
- Thorsten Küfner - Redakteur

Lufthansa: Frachtgeschäft bleibt unter Druck – der Aktienkurs auch

Weitere schlechte Nachrichten für die ohnehin schon gebeutelten Anteilseigner der Deutschen Lufthansa: Im klassischen Luftfrachtgeschäft zeigt die Entwicklung weiter nach unten. Die Durchschnittserlöse seien seit einem Jahr etwa um 15 bis 20 Prozent gesunken, erklärte Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber.

Die Vorteile durch günstigen Treibstoff müsse Lufthansa Cargo komplett an die Geschäftskunden weitergeben. Neben der schwächelnden Nachfrage sieht Gerber das Problem in der Branche selbst. "Es gibt dreimal so viel Kapazität wie Nachfrage." Gerade die Fluglinien vom Persischen Golf wie Emirates drängten mit immer mehr Flugzeugen auf den Markt. Das drücke die Preise für Luftfracht in den Keller.

Lufthansa Cargo versucht mit Kürzungen durch die Krise zu kommen. Bis zu 800 der insgesamt 4.600 Arbeitsplätze sollen wegfallen, davon 500 in Deutschland. Die jährlichen Kosten sollen dadurch um 80 Millionen Euro sinken. Das sei notwendig, um wieder wettbewerbsfähig zu werden und in die Zukunft zu investieren, sagte Gerber. Lufthansa Cargo solle so weiter in der Spitzengruppe der Luftfracht-Gesellschaften mitspielen und "vielleicht auch wieder die Nummer eins werden".
Was aus dem lange geplanten und zuletzt auf unbestimmte Zeit verschobenen Bau eines neuen Frachtzentrums in Frankfurt wird, bleibt derweil weiter offen. Lufthansa Cargo prüfe derzeit "Alternativplanungen", etwa hinsichtlich der Größe, sagte Gerber.

 

Es gibt bessere Alternativen
DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie der Deutschen Lufthansa skeptisch gestimmt. Anleger sollten weiter die Finger vom DAX-Titel lassen. Mutige können weiter in dem in Ausgabe 24/2016 empfohlenen Wave-Put investiert bleiben (Stopp auf 5,60 Euro nachziehen!).

(Mit Material von dpa-AFX)

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