Lufthansa
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Lufthansa im Fallen begriffen: Heftige Turbulenzen besorgniserregend?

Die Lufthansa-Aktie fällt an einem ohnehin eher schwachen Tag unter den Top-Verlierern im DAX auf, büßt über zwei Prozent ein. Die Turbulenzen, in der sich das Papier befindet, haben ihre Ursache in Holland, in Frankreich – insbesondere aber bei einem Top-Wettbewerber. Anleger stellen sich die Frage: Ist der Sinkflug berechtigt oder überzogen?

Die Aktie der Deutschen Lufthansa zählt an diesem Mittwoch zu den schwächsten Werten im Auswahlindex DAX. Der Grund für die Verbilligung aber ist nicht bei der Kranich-Linie selbst zu finden, sondern hat seinen Ursprung in den Niederlanden. Dort hat die Nachricht, der niederländische Staat würde sich mit 12,68 Prozent an der Fluggesellschaft Air France-KLM beteiligen, für heftige Turbulenzen gesorgt. Die Niederlande zahlen für den Anteil 680 Millionen Euro – und befördern die Aktie von Air France-KLM sogleich in den Sinkflug. Das Papier verliert im Pariser Handel knapp zwölf Prozent, nachdem zwischenzeitlich sogar ein Verlust von 15 Prozent zu Buche stand.

Doch was ist eigentlich das Problem am Einstieg der Niederlande beim Lufthansa-Wettbewerber? Die Regierung in Den Haag folgt mit ihrer Beteiligung letztlich nur dem Vorbild Frankreichs, das mit 14,3 Prozent an Air France-KLM beteiligt ist. Auch Holland will weiter aufstocken, am Ende auf einen Anteil von rund 14 Prozent kommen und damit zu Frankreich aufschließen.

Marktbeobachter führen den heutigen Kursrückgang daher vornehmlich auf größere Gewinnmitnahmen zurück. Die US-Investmentbank Morgan Stanley etwa hat ihr Anlageurteil für Air France-KLM von "Overweight" auf "Equal-weight" revidiert. Als Begründung führen die Analysten an, das Chance-/Risiko-Verhältnis sei nach dem Kursanstieg seit Jahresbeginn – immerhin rund 30 Prozent – inzwischen ausgeglichen.

Umgekehrt hat Morgan Stanley zuletzt die Einschätzung für Lufthansa nach oben hin angepasst, von zuvor "Equal-weight" auf "Overweight". Kursziel: 25 Euro. 

Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

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