Lufthansa
- Nikolas Kessler - Volontär

Deutsche Lufthansa: Die Maschinen bleiben am Boden – und mit ihnen die Aktie

Am Freitag noch einziger Gewinner im DAX, läuft die Aktie der Lufthansa dem freundlichen Gesamtmarkt am Montag wieder hinterher. Grund dafür ist eine erneute Streikankündigung der Piloten. Ein positiver Analystenkommentar kann da kaum für Rückenwind sorgen.

Im Tarifstreit bei der Lufthansa haben die Piloten angekündigt, am Dienstag zwischen 8.00 Uhr und Mitternacht die Arbeit niederzulegen. Betroffen seien neben allen Langstreckenflügen aus Deutschland auch die Cargo-Flüge. Damit möglichst viele Reisende trotzdem an ihr Ziel kommen, soll im Laufe des Tages ein umfangreicher Sonderflugplan veröffentlicht werden, so ein Unternehmenssprecher.

In der vergangenen Woche hatte die Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" die Verhandlungen mit der Lufthansa erneut für gescheitert erklärt. Damit steht der Airline nun der 13. Streik im laufenden Tarifkonflikt mit den Piloten ins Haus. Nach Konzernangaben sind durch den Arbeitskampf seit April 2014 Schäden von über 300 Millionen Euro entstanden.

Rückenwind von den Analysten

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben die Airline-Aktie derweil von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft und das Kursziel von 13 auf 14 Euro angehoben. Bereits am Freitag hatte die Lufthansa-Aktie von einer positiven Analystenstudie der US-Bank Merill Lynch profitiert und rund fünf Prozent zugelegt. Im sehr schwachen Gesamtmarkt ging sie als einziger Gewinner aus dem Handel.

 

Abwarten

Die Lufthansa-Aktie wurde zuletzt ausgestoppt. In Anbetracht der ungelösten Probleme im Konzern und des angeschlagenen Chartbildes drängt sich ein Wiedereinstieg derzeit nicht auf. Anleger bleiben vorerst an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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