LPKF Laser & Electronics
- Nikolas Kessler - Volontär

LPKF streicht Jahresziele – Aktie stürzt ab

Nun also doch: Der Lasertechnikspezialist LPKF hat seine Umsatz- und Ergebniserwartung für das laufende Jahr gekippt, auch Verluste seien nicht mehr auszuschließen. Die Aktie des TecDAX-Konzerns bricht daraufhin ein.

Wegen des unerwartet schwachen Auftragseingangs im zweiten Quartal hat LPKF seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 kassiert. Anstatt des ursprünglich anvisierten Umsatzes im Bereich von 128 bis 136 Millionen Euro rechnet das Unternehmen nur noch mit Erlösen in der Größenordnung von 90 bis 110 Millionen Euro. Um unter dem Strich ein Plus zu erwirtschaften, benötige man einen Umsatz von knapp 100 Millionen Euro, teilte LPKF am Mittwoch mit.

Schwache Nachfrage

Grund für das schwache Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) seien Überkapazitäten bei Antennenproduzenten infolge des Absatzbooms von LDS-Analgen in den Jahren 2010 bis 2013. Die Absatzflaute lastet bereits seit Monaten auf dem Unternehmen. Im März hatte Unternehmenschef Ingo Bretthauer die Anleger auf ein Übergangsjahr eingestimmt, die 2015er-Ziele aber noch verteidigt.

Die übrigen Geschäftsbereiche hätten sich dagegen erwartungsgemäß entwickelt. Außerdem würden alle Trends in der Elektronikproduktion für den vermehrten Einsatz von moderner Lasertechnologie sprechen. Mittelfristig geht der Vorstand daher wieder von profitablem Wachstum aus. Die Prognose für das Jahr 2016 stehe derzeit auf dem Prüfstand und werde am 11. November mit dem 9-Monatsbericht veröffentlicht, so die Mitteilung weiter.

Aktie meiden

Als Folge der Gewinnwarnung bricht die LPKF-Aktie am Mittwochvormittag zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent ein. Auch die Unterstützung unterhalb der 8-Euro-Marke hält dem nicht mehr stand, der Kurs fällt auf ein Mehrjahrestief. DER AKTIONÄR bleibt bei der Empfehlung, die Aktie zu meiden.

(mit Material von dpa-AFX)


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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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