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- DER AKTIONÄR

Licht am Ende des Tunnels

Eine wechselvolle Zeit durchlebte der Nanotechnologie-Spezialist seit der Gründung 1993. Das israelische Unternehmen schaffte es gerade noch vor dem Zusammenbruch der New-Economy-Blase an die Nasdaq. 60 Millionen US-Dollar sammelte der Novize ein, die Firma wurde seinerzeit mit abenteuerlichen 270 Millionen Dollar bewertet. Kaum börsennotiert, brach der Kurs auch schon dramatisch ein.

Nach sieben verlustreichen Jahren steht der Anbieter von Messausrüstungen in der Chip-Produktion kurz vor der Wende. Die Aktie könnte sich durchaus verdoppeln.

Eine wechselvolle Zeit durchlebte der Nanotechnologie-Spezialist seit der Gründung 1993. Das israelische Unternehmen schaffte es gerade noch vor dem Zusammenbruch der New-Economy-Blase an die Nasdaq. 60 Millionen US-Dollar sammelte der Novize ein, die Firma wurde seinerzeit mit abenteuerlichen 270 Millionen Dollar bewertet. Kaum börsennotiert, brach der Kurs auch schon dramatisch ein. Bis zum Jahr 2002 war die Aktie weniger als ein Sechstel ihrer ursprünglichen Emissionstaxe wert. Zu Recht, denn seit dem Jahr 2000 fuhren die Israelis kontinuierlich Verluste ein.

Ausgerichtet auf die Kernprojekte

Jetzt steht der Turnaround kurz bevor. Im August 2006 hatte Gabi Seligsohn als Vorstandsvorsitzender das Ruder übernommen. Er legte das Augenmerk auf Kostensenkungen. 30 Mitarbeiter mussten gehen. Das sparte jährlich zwei Millionen Dollar ein. Zusätzlich strich der neue Manager Projekte zusammen und konzentrierte sich auf die wichtigsten Aufträge. Nova hat sich seither auf den Herstellungsprozess von Speicherchips spezialisiert und setzt hierbei auf ein Messverfahren, das die Oberflächenstruktur von Wafern mittels Licht und dessen Reflektion misst. Es handelt sich um eine Art Qualitätskontrolle. Zur Kundschaft zählen 21 der 25 weltweit größten Speicherchip-Produzenten, darunter Infineon und Samsung.

Saniert und wachstumsstark

An Bord sind derzeit 270 Mitarbeiter. Im vorigen Jahr zog der Umsatz um 60 Prozent auf 48 Millionen US-Dollar an. Der Wachstumstrend setzt sich fort: Im ersten Quartal kletterte der Umsatz im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2006 abermals um 30 Prozent auf 13,4 Millionen Dollar. Wären keine einmaligen Sonderbelastungen angefallen, so hätte das Unternehmen schon einen Gewinn vorweisen können. Mit schwarzen Zahlen dürfte das zweite Vierteljahr abschließen. Vorstandschef Seligsohn erreicht dank der Sparanstrengungen schon ab einem Quartalsumsatz von 13 Millionen Dollar den Break-even. Seit Anfang Oktober kletterte der Kurs von 1,48 Euro auf zuletzt 2,12 Euro. Trotz des Kursanstieges ist der Nasdaq-Titel noch stark unbewertet.

Trotz voller Kassen superbillig

In der Kriegskasse liegen 21 Millionen Dollar. Die Bilanz ist frei von Schulden. Der Börsenwert ist mit rund 50 Millionen Dollar spottbillig. Spätestens wenn die Israelis erstmals schwarze Zahlen melden, dürfte der Kurs durch die Decke gehen. Die Notiz kann sich dann durchaus verdoppeln. Das Risiko ist dank des hohen Barmittelbestandes überschaubar.

Kursziel bei Nova: 4,20 Euro. Stopp: 1,70 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 23/2007.

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