LDK Solar Co.
- DER AKTIONÄR

Letzte Zweifel beseitigt

Aufatmen: Nachdem ein Finanzcontroller Ende September 2007 bei LDK von zu geringen Siliziummengen im Lager sprach und so seinen Arbeitgeber in Verruf und den Aktienkurs zum Absturz brachte, kam Mitte Dezember die Entwarnung.

Grünes Licht: An der Anschuldigung falsch angegebener Siliziummengen bei LDK Solar ist nichts dran. Jetzt kämpft die Firma um das verloren gegangene Anlegervertrauen.

Aufatmen: Nachdem ein Finanzcontroller Ende September 2007 bei LDK von zu geringen Siliziummengen im Lager sprach und so seinen Arbeitgeber in Verruf und den Aktienkurs zum Absturz brachte, kam Mitte Dezember die Entwarnung. Eine unabhängige Prüfungskommission kam zu dem Schluss, dass die Bücher der chinesischen Solarfirma ordnungsgemäß geführt werden.

Guter Einstiegszeitpunkt

Seither präsentiert LDK gute Neuigkeiten am laufenden Band: Hervorragende Zahlen zum dritten Quartal und ein Großauftrag von Q-Cells, der vorsieht, die Deutschen ab 2009 mit Wafern zu beliefern, die ausreichen um eine Spitzenleistung von sechs Gigawatt Strom zu produzieren, bilden dabei nur die Spitze der positiven Meldungen.

Glänzende Perspektiven

Erfreulich ist zudem der mittel- bis langfristige Ausblick: Als Produzent von Siliziumwafern für die Solarindustrie muss LDK 2008 zwar mit einem Engpass beim Rohstoff Silizium rechnen. Doch die benötigte Menge ist größtenteils gesichert. Ab dem kommenden Jahr soll dann eine eigene Produktionsstätte den Nachsschub sichern. Das dürfte sich auch auf die Profitabilität auswirken: Jüngst kündigte LDK an, die Bruttomarge 2008 auf bis zu 31, 2009 dann auf bis zu 50 Prozent zu heben – das wäre internationales Spitzenniveau. Beim Wachstum ist die Firma dort längst angekommen (siehe Grafik). Alles, was derzeit noch fehlt, ist neues Vertrauen der Anleger.

Fazit

Derzeit sieht alles nach einer charttechnischen Bodenbildung bei rund 40 Dollar aus. Hält die Marke, sollten Anleger wieder eine erste LDK-Position aufbauen. Denn neben dem guten operativen Ausblick spricht auch das im Branchenvergleich günstige 2009er-KGV von 12 für einen Kauf.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 04/2008.

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