Hanseyachts
- DER AKTIONÄR

Leinen los

Die Zahl der Millionäre hat sich im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr weltweit um 8,3 Prozent auf 9,5 Millionen erhöht. Das Gesamtvermögen der Superreichen stieg dank der guten Wirtschaftslage und haussierender Börsen um 11,4 Prozent auf 37,2 Billionen Dollar. Angesichts dieses Reichtums ist es nicht verwunderlich, dass beim einzigen börsennotierten deutschen Segelyachtenbauer Hanse Yachts eine Bestellung nach der anderen vom Stapel läuft.

Yachten gehören zu einem begehrten Statussymbol für die Superreichen. Die Yachtenbauer erleben derzeit einen Auftragsschub.

Die Zahl der Millionäre hat sich im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr weltweit um 8,3 Prozent auf 9,5 Millionen erhöht. Das Gesamtvermögen der Superreichen stieg dank der guten Wirtschaftslage und haussierender Börsen um 11,4 Prozent auf 37,2 Billionen Dollar.

Franzosen dominieren

Angesichts dieses Reichtums ist es nicht verwunderlich, dass beim einzigen börsennotierten deutschen Segelyachtenbauer Hanse Yachts eine Bestellung nach der anderen vom Stapel läuft. Die Greifswalder dürften dank rekordverdächtiger Vororders nach schätzungsweise 800 Luxusbooten im Geschäftsjahr 2006/07 im nächsten Jahr bereits 1.000 produzieren. Der allgemeine Trend zu größeren Schiffen sollte dabei für einen über 50-prozentigen Umsatzanstieg von 94 auf 147 Millionen Euro sorgen. Zusätzliche Wachstums- und Synergiepotenziale ergeben sich zudem aus dem Beginn der Serienfertigung von Motoryachten. Analystenschätzungen zufolge soll sich der Gewinn je Aktie daher von 0,95 Euro im laufenden Jahr auf 2,07 Euro im Jahr 2008 mehr als verdoppeln. Die größten Wettbewerber kommen aus Frankreich. Bénéteau zum Beispiel gilt als Marktführer in der Herstellung von Freizeitbooten. Neben margenstarken Segelyachten produziert das Unternehmen jedoch auch „artfremde“ Produkte wie Wohnmobile und dürfte 2007 rund 995 Millionen Euro umsetzen. Analysten erwarten für 2008 einen Umsatzanstieg auf 1,1 Milliarden Euro, wobei ein Gewinn je Aktie von 1,19 Euro zu Buche stehen könnte – die Wachstumsraten sind also deutlich geringer. Interessanter hingegen ist der Motoryachtbauer Couach, der sich auf Spezialanfertigungen fokussiert hat. Dazu zählen auch Polizei-, Feuerwehr-, Rettungs- oder Militärboote. Dank neuer Produkte dürfte der Umsatz im laufenden Jahr um 26 Prozent auf rund 80 Millionen Euro klettern, wobei Analysten den Gewinn auf 0,70 Euro je Aktie taxieren.

Alles an Bord

Dass die Branche derzeit „en vogue“ ist, zeigt die Akquisition des Segelyachthersteller Bavaria durch den Finanzinvestor Bain Capital Ende Juni. Es ist realistisch, dass weitere Übernahmen folgen. Anleger sollten jedoch nicht bei jeder Yacht-Aktie „an Bord gehen“. Am günstigsten ist die deutsche Hanse- Yachts. Bei Couach sollten Anleger bei der nächsten Kursschwäche die Impulse durch die neuen Produkte nutzen, während Bénéteau derzeit nur eine Halteposition ist.

Kursziel für Hanse Yacht: 45,00 Euro. Stopp: 27,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 29/2007.

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