LEG IMMOBILIEN
- Thorsten Küfner - Redakteur

LEG Immobilien kündigt Kapitalerhöhung an – Aktie bricht ein

Eine Tochtergesellschaft der LEG Immobilien AG als Käufer und die Deutsche Annington Immobilien als Verkäufer haben heute einen Vertrag über eine Portfoliotransaktion von rund 9.600 Wohneinheiten durch mittelbaren Erwerb der jeweiligen Objektgesellschaften unterzeichnet. Das Portfolio stellt den Verkauf eines Teilbestands des ehemaligen Vitus-Portfolios dar und umfasst die Bestände in Nordrhein-Westfalen. Einschließlich der Transaktionskosten liegt die Gesamtinvestition für die LEG bei 484 Mio. Euro. Die Transaktionskosten umfassen unter anderem eine Übernahme der anteiligen Refinanzierungskosten, die bei der Deutsche Annington im Zusammenhang mit dem Erwerb des Vitus-Portfolios angefallen sind.
Ergebnisprognose erhöht
Vor dem Hintergrund der Akquisition von rund 9.600 Wohneinheiten wird der Ergebnisausblick der LEG Immobilien AG für das Geschäftsjahr 2015 angehoben. Für die Kennzahl FFO I (Funds from Operations) wird ein Ergebnis in der Bandbreite von 188 Mio. Euro bis 193 Mio. Euro erwartet. Dies entspricht einem FFO pro Aktie von 3,29 Euro bis 3,39 Euro. Der vorherige Ergebnisausblick der LEG Immobilien AG für 2015 lag bei 172 Mio. Euro bis 177 Mio. Euro.
Kapitalerhöhung beschlossen

Außerdem hat der Vorstand der LEG Immobilien AG heute mit Einwilligung des Aufsichtsrats und Bestätigung durch das Präsidium des Aufsichtsrats beschlossen, das bestehende genehmigte Kapital teilweise auszunutzen und das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre um nominal 4.100.000 Euro gegen Ausgabe von 4.100.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft, die für das Geschäftsjahr 2014 dividendenberechtigt sein werden, zu erhöhen.
Der Nettoemissionserlös soll für die Fortsetzung der Akquisitionsstrategie und damit zur weiteren Generierung von positiven Skaleneffekten bei gleichzeitiger Optimierung der Kapitalstruktur eingesetzt werden.
Abwarten
Die Aktie von LEG Immobilien ist im Zuge der Meldung erheblich unter Druck geraten. Bereits investierte Anleger sollten beim Unterschreiten der wichtigen Unterstützungen bei 48,80 und 47,00 Euro die Reißleine ziehen. Wer noch nicht investiert ist, sollte vorerst weiter an der Seitenlinie verharren.
(Mit Material von dpa-AFX)

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