Sixt
- Michael Schröder - Redakteur

Leasing, Vermietung, Dividende, Kursrallye: Sixt kann einfach alles

Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat im vergangenen Jahr mehr Geld verdient als je zuvor. Treiber waren das klassische Vermietgeschäft, aber auch das Leasing. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Firmenchef Erich Sixt zuversichtlich, auch wenn er – gewohnt vorsichtig – zunächst nur mit einem leichten Zuwachs rechnet.

„Sixt hat die eigenen Erwartungen übertroffen“, sagte Firmenchef Erich Sixt. „Es ist umso erfreulicher, wenn man das verhaltene konjunkturelle Umfeld in Europa in Rechnung stellt.“ Der Umsatz erreichte mit einem Plus von fast neun Prozent den Bestwert von 1,8 Milliarden Euro, beinahe 600 Millionen Euro davon stammen inzwischen aus dem Auslandsgeschäft. Unter dem Strich kletterte der Gewinn 2014 um gut 16 Prozent auf 110 Millionen Euro und damit erstmals über die Marke von 100 Millionen.

Der aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik von Sixt entsprechend, plant der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 die Anhebung der Dividende. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Aufsichtsrat wird er der am 24. Juni 2015 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende von 0,80 Euro (Vorjahr: 0,65 Euro) pro Stammaktie und von 0,82 Euro (Vorjahr: 0,67 Euro) pro Vorzugsaktie sowie zusätzlich einen Bonus von jeweils 0,40 Euro (Vorjahr: 0,35 Euro) für beide Aktiengattungen vorschlagen. Damit errechnet sich eine Gesamtausschüttung von 1,20 Euro pro Stammaktie und 1,22 Euro pro Vorzugsaktie.

Bereits vor einigen Wochen hatte Sixt bekannt gegeben, zu prüfen, ob man die Leasing-Sparte abtrennt und an die Börse bringt. Sixt will das Geschäft ausbauen. Die Sparte ist in mehreren Feldern aktiv: Dem Flotten-Leasing und dem Flotten-Management für Großkunden und dem Neuwagen-Leasing für private Kunden und kleine Gewerbekunden. Für Sixt ein lukratives Wachstumsfeld. Für einen Ausbau braucht Sixt mittelfristig viel Geld, ein Börsengang könnte Kapital liefern. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Details zu den weiteren Plänen dürfe er aus rechtlichen Gründen derzeit nicht verraten, sagte Sixt. Die Leasing-Sparte insgesamt lieferte 2014 rund 563 Millionen Euro Umsatz ab.

Auch das Vermietgeschäft soll weiter wachsen und vor allem in Europa den Rivalen Europcar, Hertz oder Avis Anteile abnehmen. In Deutschland ist Sixt Marktführer, in Europa liegt der Konzern mit einem Anteil von zwölf Prozent deutlich hinter Europcar. Eine Übernahme von Europcar werde es aber nicht geben: "Die würde ich nicht einmal geschenkt nehmen", sagte Sixt. Grundsätzlich sei er aber zu Zukäufen bereit, um zu wachsen.

Insgesamt zeigte sich Sixt für 2015 zuversichtlich, auch wenn er – gewohnt vorsichtig - zunächst nur mit einem leichten Zuwachs rechnet. DER AKTIONÄR hält daher an seiner positiven Einschätzung Fazit fest: Ein Ende der Aufwärtsbewegung ist noch nicht in Sicht, auch wenn eine kurz Verschnaufpause durchaus gesund wäre. Der Sixt Turbo-Call bleibt mit seiner Performance von rund 250 Prozent daher weiter im Real-Depot.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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