MOSYS INC. DL-,01
- DER AKTIONÄR

Lauter die Kassen nie klingeln

Was Sony nicht fertiggebracht hat – nämlich seine Spielekonsole zum US-Verkaufsstart in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen -, gelingt dem Konkurrenten Nintendo auf Anhieb. Die Japaner sind mit 400.000 Wii-Konsolen an den Start gegangen und hoffen bis zum Jahresende auf zwei Millionen verkaufte Boxen. Das freut nicht nur die Spieler, sondern auch die kleine US-Firma Mosys, deren Technologie in der Wii verbaut ist.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft bringt Nintendo die Wii-Konsole in den Handel. Beim Zulieferer Mosys reibt man sich schon kräftig die Hände.

Was Sony nicht fertiggebracht hat – nämlich seine Spielekonsole zum US-Verkaufsstart in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen –, gelingt dem Konkurrenten Nintendo auf Anhieb. Die Japaner sind mit 400.000 Wii-Konsolen an den Start gegangen und hoffen bis zum Jahresende auf zwei Millionen verkaufte Boxen. Das freut nicht nur die Spieler, sondern auch die kleine US-Firma Mosys, deren Technologie in der Wii verbaut ist.

Lukrative Nische

Mosys ist kein Chiphersteller im eigentlichen Sinn, vielmehr entwickelt das Unternehmen Speichertechnologien für Chips und lizenziert diese dann an Drittfirmen. Die Strategie hat den Vorteil, dass Mosys kaum Kosten entstehen. Im Gegenzug erreicht die Firma Bruttomargen, die traditionellen Chipherstellern die Tränen in die Augen treiben: satte 96 Prozent im dritten Quartal. Was bislang nur wenigen Anlegern bekannt ist: Mosys’ Know-how kommt auch in den Grafik-Chips, die Nintendos Wii-Konsole befeuern, zum Einsatz. Wird die Wii ein Verkaufsschlager, dann profitiert Mosys also ebenfalls. Und erste Eindrücke vom Verkaufsstart der Konsole in den USA deuten darauf hin, dass Nintendo rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft tatsächlich einen Top-Seller im Angebot hat.

Mosys verdient an jeder verkauften Spielekonsole 0,60 Dollar. Nintendo will 2006 weltweit rund vier Millionen Konsolen verkaufen, rund die Hälfte ist für den US-Markt vorgesehen. Werden die Verkaufsziele erreicht, dann würde der Scheck für Mosys mit 2,4 Millionen Dollar allein für dieses Jahr üppig ausfallen. Zum Vergleich: Mosys hat im gesamten dritten Quartal gerade einmal vier Millionen Dollar umgesetzt. Für die aktuelle Dreimonatsperiode rechnet das Management mit Erlösen von bis zu sechs Millionen Dollar.

Aktie ist angesprungen

Welches Potenzial das Papier besitzt, lässt sich leicht am Langfristchart ablesen. Denn 2002, zum Verkaufsstart des Wii-Vorgängers Gamecube, war Mosys ebenfalls mit von der Partie. Im Vorfeld der Markteinführung verdreifachte sich der Kurs und erreichte in der Spitze 22 Dollar. Als sich der Gamecube jedoch relativ schnell als Flop erwies, kollabierte auch der Aktienkurs. Aktuell notiert Mosys bei rund 9,20 Dollar und damit bereits um 50 Prozent über dem Wert vom August. Kann die Wii die hohen Erwartungen erfüllen, dann dürften noch in diesem Jahr Kurse bis zu 15 Dollar realistisch sein.

Tolle Spekulation

Nicht nur die Wii, auch die Aktien von Mosys haben das Zeug zum Überraschungshit im diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 49/2006.

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