DAX
- Jochen Kauper - Redakteur

Lagarde lobt Merkel - Deutsche Bank und Commerzbank auf Erholungskurs

IWF-Chefin Christine Lagarde lobt das schnelle Handeln von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Premier Nicolas Sarcozy. Für Lagarde war das "Ja" zu Griechenland ein wichtiger Schritt. Die Märkte interpretieren die Entscheidung ebenso positiv und machen weiter verlorenes Terrain wett.

Angesichts der Schuldenkrise fordert die IWF-Chefin Christine Lagarde den Rest Europas zum handeln auf. Koordinierte Maßnahmen im Kampf gegen die Euro-Krise seinen nötig. "Es gibt einen Weg aus der aktuellen Situation, wenn sich die Regierungen zu schnellen und kühnen Aktionen durchringen."

Lagarde fordert schnelles handeln

Ohne gemeinsame Entschlusskraft werde das Vertrauen, das die Welt so dringend brauche, nicht zurückkehren, so die IWF-Chefin. Die Euro-Schuldenkrise habe sich in den letzten Wochen dramatisch verschärft. Zudem sind die finanziellen Möglichkeiten  der einzelnen Euro-Länder mittlerweile begrenzt. Insgesamt halte das globale Wachstum zwar an, das Tempo verlangsame sich allerdings. Erneut sprach sich die IWF-Chefin für eine bessere Kapitalausstattung der Banken aus. Zuletzt hatte Lagarde betont, Europas Banken seinen unterkapitalisiert und würden bis zu 200 Milliarden Euro benötigen.

Griechenland bleibt drin

In der Zwischenzeit erholen sich die Aktienmärkte weiter. Angetrieben von Merkels und Sarkozys "Ja" zu Griechenland feuerten auch die Notenbanken die Erholung weiter an. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in Absprache mit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie den Zentralbanken aus Großbritannien, Japan und der Schweiz Banken entschieden, die Kreditinstitute mit Geld zu versorgen. Banken können sich demnach in unbegrenzter Höhe Dollar für drei Monate leihen. "Der Markt nimmt positiv auf, dass die Notenbanken versuchen, die Krise mit allen Mitteln zurückzudrängen", so HSBC-Volkswirt Rainer Sartoris.

China auf der Lauer

Für Rückenwind sorgten zuletzt auch positive Signale aus China. Im Reich der Mitte hat man  Interesse gezeigt, europäische Staatsanleihen aufzukaufen. Die Überlegungen Pekings sind gut durchdacht. China bemüht sich seit Monaten, die riesigen Währungsreserven zu diversifizieren. Da die  Renditen für deutsche Anleihen zuletzt stark rückläufig waren, würde es durchaus Sinn machen innerhalb der Euro-Zone zu diversifizieren. „Die Gelegenheit hierzu ist jetzt - in einer Notsituation -  für China so günstig wie noch nie, an die industriellen Kronjuwelen zu kommen", so Robert Halver von der Baader Bank.

Erholungskurs

"Am Markt setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Kursrutsch seit Anfang August zu hoch ausgefallen ist", so Marktstratege Heino Ruland von Ruland Research. Die DAX könnte also durchaus eine längere Erholungsrallye gestartet haben.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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