Deutsche Bank
- Werner Sperber - Redakteur

KWS Saat sowie die Deutsche Bank, Société Générale, JP Morgan und Wells Fargo im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Der Gold- und Rohstoff-Report geht von einer guten Ernte mit der KWS Saat AG aus. Trading Kompakt setzt die Finanzen auf die Finanzwerte Deutsche Bank, Société Générale, JP Morgan und Wells Fargo.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Gold- und Rohstoff-Reports erinnern daran, dass sich der Aktienkurs von KWS Saat in den vergangenen Wochen nur wenig verändert hat. Doch mit dem Überwinden einer waagerechten Hürde zog die Notierung an. Nach dem Erreichen von Allzeithochs besteht weiteres Kurspotenzial bis 252 oder 258 Euro. Bei Rücksetzern sollte das Niveau von 215 bis 213 Euro nicht mehr unterschritten werden. Sollte ein Tagesschlusskurs bei weniger als 212 Euro liegen, würde das ein Verkaufssignal bedeuten, das ein weiteres Absinken der Notierung auf 200 bis 195 Euro einleiten würde.


Trading Kompakt: Finanzwerte sind wieder gefragt   

Risikobereite Anleger sollten sich Derivate auf Finanzwerte kaufen, denn Bankaktien bieten, alles in allem betrachtet, gute Chancen auf Kurszuwächse. Die Experten von Trading Kompakt präzisieren ihren Rat mit folgenden vier Kaufempfehlungen: Den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN UU5 U0Z) der UBS auf die Deutsche Bank kaufen. Der Schein ist mit einem Basispreis und einer Totalverlust-Schwelle bei jeweils 24,16 Euro sowie einem Hebel von derzeit 3,1 ausgestattet. Das ebenfalls open end aufgelegte Bull-Zertifikat (WKN CZ0 NRL) der Commerzbank auf die Société Générale. Dieser Schein weist eine Basis bei 18,27 Euro, eine Knock-out-Schwelle bei 19,11 Euro und einen Hebel von momentan 3,2 auf. Der wiederum ewig laufende Call-Optionsschein (WKN TB3 RCC) von HSBC Trinkaus & Burkhardt auf JP Morgan. Bei diesem Schein liegt die Basis und die Totalverlust-Schwelle bei jeweils 32,53 Dollar und der Hebel bei aktuell 4. Eine Alternative für konservative Anleger ist das am 25. September 2013 fällige Bonus-Zertifikat (WKN AA5 VZ1) der Royal Bank of Scotland (RBS) auf Wells Fargo. Die RBS tilgt mit 40 Euro, wenn der Aktienkurs von Wells Fargo während der Laufzeit nie auf 26 Dollar oder weniger gesunken ist. Das entspräche einer Rendite von 12 Prozent respektive 13,2 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Nach den Kurseinbrüchen für die Bankaktien im vergangenen Jahr bewegen sich die meisten Notierungen mittlerweile wieder in Aufwärtstrends. Das dürfte mittelfristig auch so bleiben, denn das Marktumfeld für die Banken hat sich sowohl in Europa als auch in den USA aufgehellt. Im vergangenen Jahr schrieben die Finanzinstitute Geld auf Anleihen von Euro-Ländern ab. Zudem misstrauten sich die Banken so sehr, dass der Handel untereinander in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres fast vollständig zusammengebrochen ist. Inzwischen hat Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), erklärt, (den Banken) alle Anleihen von Euro-Staaten mit dem Geld der Steuerzahler abzukaufen. Dazu müssten die Regierungen dieser Schuldenstaaten einen Antrag auf Hilfe aus dem mittlerweile ebenfalls genehmigten und von jedem Bürger der Europäischen Union (und der Welt) finanzierten Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) stellen und die Vorgaben für eine Schuldensenkung einhalten (einzuhalten versprechen). Die EZB hat die Geschäftsbanken in diesem Jahr auch mit Massen an enorm günstigem Geld versorgt. Die Deutsche Bank kündigte zudem an, zu sparen und riskante Wertpapiere (Staatsanleihen) im Gesamtwert von 45 Milliarden Euro zu verkaufen. Die französische Société Générale hat mit den (Bilanz)-Zahlen für das zweite Quartal überzeugt. Am 8. November sollen die Drittquartalszahlen vorgelegt werden. Die US-Banken JP Morgan und Wells Fargo haben bereits gute Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. In den vergangenen Monaten sind wieder verstärkt Häuser in den USA gekauft und dafür auch Kredite bei US-Banken aufgenommen worden. Davon profitiert in erster Linie Wells Fargo als Marktführer im Hypothekengeschäft.

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