Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Kursdesaster bei der Commerzbank: Auch die jungen Aktien waren kein Schnäppchen!

Ganze 4,50 Euro kosteten die jungen Aktien der Commerzbank im Rahmen der jüngsten Kapitalerhöhung. Wer sich das vermeintliche Schnäppchen ins Depot legen wollte, musste allerdings noch Bezugsrechte erwerben – und sitzt jetzt schon wieder auf erheblichen Verlusten.

Ganze 4,50 Euro beziehungsweise bereinigt um den Resplit gerade einmal 45 Cent mussten Anleger im Frühjahr für die jungen Aktien der Commerzbank auf den Tisch legen. Anleger, die bis dahin in der glücklichen Lage waren, keine Commerzbank-Anteile im Depot zu haben, mussten sich hierfür allerdings noch Bezugsrechte kaufen. Diese notierten in der Spitze bei 3,80 Euro. Wer ein etwas glücklicheres Händchen hatte, musste nur 2,79 Euro für die Bezugsrechte bezahlen. Doch nach dem jüngsten Kursrutsch der Commerzbank-Aktie sind auch schon jene weit im Minus, die bei diesem vermeintlichen Schnäppchenangebot zugegriffen haben.

Kurs stürzt weiter ein

Denn im heutigen Handel bricht der Kurs der Commerzbank-Anteilscheine erneut ein. Mittlerweile kosten die DAX-Titel deutlich weniger als sechs Euro und führen mit einem Minus von sechs Prozent in einem ohnehin schon sehr trüben Marktumfeld die Verliererliste m DAX an. Wer also junge Coba-Papiere für „nur" 4,50 Euro plus Bezugsrechte für mindestens 2,79 Euro erworben hatte, sitzt jetzt bereits auf Verlusten von rund 20 Prozent. Wer die Bezugsrechte für stattliche 3,80 Euro hat bereits fast ein Drittel des eingesetzten Kapitals verloren.

Billig nicht immer kaufenswert

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr: Anleger sollten ihr Geld nicht in chronisch ertragsschwache, schlecht geführte Unternehmen stecken - egal wie billig die Aktien auch erscheinen mögen. Anleger sollten indes weiterhin die Finger von der Commerzbank lassen.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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