KUKA
- Marion Schlegel - Redakteurin

Megatrend Roboter: KUKA-Aktie verkaufen trotz China-Großauftrag?

Der Roboter- und Anlagenbauer KUKA hat seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt. Der Überschuss legte auf 26,2 (Vorjahr: 10,3) Millionen Euro zu, wie der MDAX-Konzern am Mittwoch mitteilte. Ende Juli hatte der Konzern bereits vorläufige Eckdaten veröffentlicht und die Prognose für das Geschäftsjahr 2015 erhöht. Grund sei eine gute Auftragslage und zu erwartende Buchgewinne aus den Verkäufen von Tochterunternehmen. Am Mittwoch meldete Kuka einen weiteren Großauftrag des chinesischen Automobilherstellers Geely-Volvo im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Umsatz im Plus, aber…

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro (zuvor: rund 2,8 Milliarden). Die um Kaufpreiszahlungen bereinigte operative Gewinnmarge (EBIT) werde dabei zwischen 6,5 und 7,0 (zuvor: rund 5,5) Prozent liegen. KUKA hatte seine Werkzeugbausparte sowie die Ingenieursfirma HLS verkauft. Die Buchgewinne fließen in die neue Prognose mit ein. Hingegen wurde der Kauf des schweizerischen Logistik-Spezialisten Swisslog ausgeklammert.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz nach endgültigen Berechnungen um die Hälfte auf rund 758 Millionen Euro zu. Der Auftragseingang erhöhte sich um 22 Prozent auf 696 Millionen Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ergab sich eine Verbesserung um 17,8 Prozent auf 40,3 Millionen Euro. Gemessen am Umsatz waren das aber mit 5,3 Prozent 1,5 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Dies wurde im Handel in ersten Reaktionen bemängelt. Die Aktie verliert 1,5 Prozent auf 76,88 Euro und ist damit der schlechteste Wert des Tages im MDAX.

DZ Bank rät zum Verkauf

Die DZ Bank hat die Einstufung für KUKA nach den endgültigen Zahlen für das zweite Quartal auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 60 Euro belassen. Neue Erkenntnisse habe es kaum mehr gegeben, schrieb Analyst Alexander Hauenstein in einer Studie vom Mittwoch. Seine Verkaufsempfehlung für die Aktie des Maschinen- und Roboterherstellers begründete er vor allem mit seiner Skepsis bezüglich der weiteren Margenentwicklung. Zudem sei das Papier weiterhin teuer und auch deutlich höher bewertet als die Aktien der Konkurrenz.

DER AKTIONÄR empfiehlt, die Gewinne seit der Empfehlung, die sich mittlerweile auf mehr als 100 Prozent belaufen, mit einem Stopp bei 62,00 Euro abzusichern.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


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