KUKA
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Kuka: Vollautomatisch zurück auf Wachstumskurs

Die Nachfragebelebung in der Automobilindustrie spürt auch Kuka. Nach herben Verlusten im Jahr 2009 schreibt der Automatisierungsspezialist für 2010 wieder schwarze Zahlen. Dank eines dicken Auftragspolsters schaut es auch für 2011 wieder richtig gut aus.

Der Roboter und Anlagenbauer Kuka hat 2010 den Umsatz um ein Fünftel auf 1,08 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis lag bei 24,8 Millionen Euro, nachdem 2009 noch ein Verlust angefallen war.

Dickes Auftragspolster

Für das laufende Jahr 2011 zeigte sich Vorstandschef Till Reuter angesichts eines dicken Auftragspolsters optimistisch. Das Auftragsvolumen nahm den Angaben zufolge um gut ein Fünftel auf rund 280 Millionen Euro zu. Der Auftragsbestand zum Jahresende lag bei rund 1,14 Milliarden Euro, gut ein Viertel mehr als noch Ende 2009.

Fast 50 Prozent Kurspotenzial

Die Analysten der UniCredit haben noch vor Bekanntwerden der Zahlen ihre bestätigt. Das Kursziel wurde deutlich von 16,50 Euro auf 25,90 Euro erhöht. Auf aktuellem Kursniveau errechnet sich ein Potenzial von fast 50 Prozent. Die Analysten erwarten für 2011 einen Gewinn je Aktie von 1,05 Euro (alt: 0,85 Euro). Die Prognose für 2012 steigt von 1,22 Euro auf 1,49 Euro an.

Im Rallyemodus

Der Kurs der Aktie hat im Zuge der Wirtschaftskrise massiv verloren. Von knapp 32 Euro ging es rasant auf unter 10 Euro. Nach einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung ist dem Titel im August letzten Jahres jedoch der Ausbruch gelungen. Seitdem befindet er sich in einem dynamischen Aufwärtstrend. Getragen von den guten Aussichten dürfte diese Rallye noch einige Zeit anhalten. Das Kursziel wird auf 25 Euro erhöht. Fazit: Kaufen.

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