Xilinx
- Benedikt Kaufmann

Künstliche Intelligenz: Xilinx zieht an Intel und Nvidia vorbei!

Künstliche Intelligenz dürfte in den kommenden Jahren ein brandheißes Thema bleiben. Der Chip-Hersteller Xilinx ist sich dem Trend bewusst und konzentriert sich stärker auf Forschung und Entwicklung. Ein kluger Schachzug.

Autonome Autos, Sprachsuche und Texterkennung – bereits heute können wir Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, im Alltag erleben. In Zukunft wird es weitaus mehr Anwendungsbereiche geben. Dabei gilt: Je tiefer Künstliche Intelligenz in unseren Alltag vordringt, desto mehr KI-Chips werden benötigt. Laut den Marktforschern von Allied Market Research soll die Nachfrage nach KI-Chips in den nächsten fünf Jahren jedes Jahr um etwa 50 Prozent zulegen.

Das Ziel klar vor Augen

Riesiges Marktpotenzial – dem ist sich auch der Chip-Hersteller Xilinx bewusst und hat in den vergangenen Jahren seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich erhöht. Mittlerweile machen die Investitionen in die Zukunft 25 Prozent des Umsatzes aus und wuchsen in den vergangenen Jahren sogar schneller als die Erlöse. Im laufenden Geschäftsjahr 2019 will Xilinx die operativen Ausgaben erneut um 10 Prozent erhöhen.

Das Ziel ist klar: Xilinx will seine Everest-FPGAs im 7nm-Fertigungsprozess möglichst schnell auf den Markt bringen. Der Everest-Chip soll bei KI-Berechnungen rund 20-mal schneller sein als die Vorgänger-Generation. Damit dürften FPGAs in vielen Bereichen mit den aktuell favorisierten Grafikchips von Nvidia mithalten können. Denn sie haben einen zusätzlichen Vorteil: Je nach Aufgabe lässt sich ein FPGA nachträglich umprogrammieren. Allied Market Research erwartet entsprechend, dass FPGAs

Technologischer Vorsprung bei Zukunftstechnologie

Xilinx kontrolliert etwa 60 Prozent des FPGA-Marktes und verfügt mit Amazon, Baidu oder Alibaba über namhafte Partner. Gegenüber dem zweitgrößten Player im FPGA-Geschäft, Intel, hat Xilinx zudem einen Technologievorsprung, da sich die 10nm-Fertigung von Chipzilla erneut verzögerte. Das KGV von 23 wirkt angesichts des schwachen Umsatz- und Gewinnwachstums der letzten Jahre hoch. Doch an der Börse zählt die Zukunft und die Analysten erwarten in den kommenden Jahren steigende Wachstumsraten. DER AKTIONÄR meint: Gewinne laufen lassen.

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