- Jochen Kauper - Redakteur

KTM fährt via Anleihe einen heißen Reifen

Die gute Geschäftsentwicklung nutzt der Zweiradhersteller um mit Hilfe einer Anleihe die Kassen zu füllen. Rund 75 Millionen Euro will KTM in den nächsten Wochen bei den Anlegern einsammeln.

Den Zuschauern stockte der Atem. Was Ken Roczen derzeit mit seiner von KTM 250 SX-F anstellt, ist einfach nur atemberaubend. Bei seinem letzten Sieg zeigte der KTM-Werksfahrer innerhalb der Supercross Lites Klasse der Konkurrenz einmal mehr in eindrucksvoller Manier die Rücklichter. Ganz nebenbei fährt KTM als Unternehmen selbst derzeit wirklich einen heißen Reifen.

Reckordfahrt

Die Nachfrage nach den Maschinen aus Rennern auf zwei Räder aus Mattighofen in Österreich ist so hoch wie nie zuvor. Vor kurzem präsentierte Unternehmenschef Stefan Pierer sogar das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. KTM verkaufte im Jahr 2011  81.200 Maschinen. Ein Plus von 22 Prozent. Das bedeutete einen Umsatz von 526,8 Millionen Euro. „Der KTM-Marktanteil in Europa ist im Vergleich zum Vorjahr von 4,9 Prozent auf 6,3 Prozent gestiegen. KTM ist somit die erfolgreichste Motorradmarke und konnte sich deutlich vom Mitbewerb absetzen", so der Vorstand.

Blickfeld

Die gute Geschäftsentwicklung nutzt der Zweiradhersteller um via Anleihe die Kassen zu füllen. Rund 75 Millionen Euro will KTM in den nächsten Wochen bei den Anlegern einsammeln. Gelistet wird das Papier an der Heimatbörse in Wien. Neben den Motorrädern könnte auch die KTM-Anleihe zu einem echten Hingucker werden. Der Erlös soll nämlich der Ablösung eines Darlehens dienen. Das könnte wiederum durch einen hohen Kupon ausgeglichen werden. Sobald weitere Details feststehen, wird die Anleihe auf Herz und Nieren geprüft.

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