COR AG FINL TECHN. UMA
- DER AKTIONÄR

Krisengewinner

Banken und Versicherer fahren ihre IT-Budgets nicht zurück. Im Gegenteil. Spezialisten wie COR können sich vor neuen Aufträgen kaum retten.

Entsprechend positiv blickt Ulrich Wörner, Vorstandschef des Software-Spezialisten COR, in die Zukunft: „Es ist fast schwieriger, genügend qualifizierte Mitarbeiter zu finden, als weitere Aufträge an Land zu ziehen.“ Grif­fen viele Versicherer bisher auf eigene Softwarelösungen zurück, entscheiden sich inzwischen immer mehr Konzerne für Standardprodukte wie COR-Life.

HUK-Coburg ordert COR-Life

Ende Februar vermeldete COR den jüngsten Coup: einen 5-Millionen-Auftrag von HUK-Coburg. Ausschlaggebend waren die guten Erfahrun­gen der neuen HUK-Tochter Familienfürsorge Lebensversicherung mit COR-Life. Im Bereich Lebensversicherungen hat COR die Wettbewerber längst abgehängt und seit 2003 die meisten Neu­kunden gewonnen. Aber auch in den Bereichen Krankenversicherung, Rückversicherung und betriebli­che Altersvorsorge haben sich die Schwaben inzwischen einen Namen gemacht.

Üppiges Finanzpolster

Ein weiteres Standbein hat sich COR mit dem Einstieg in den Bankensektor aufgebaut. Im Oktober 2007 sicherte sich die Gesellschaft mit einem 30-Mil­lio­nen-Euro-Outsourcing-Auftrag von der Hypo Real Estate gleichzeitig die Rech­te an der Software-Lösung PARIS. Wie Wörner im aktionärs-Interview verriet, sollen Zukäufe in den nächsten Monaten die­sen Bereich noch stärken. Zum Jahresende 2007 lagen rund zwölf Mil­lionen Euro in der Firmenkasse, 2008 dürften weitere fünf Millionen Euro aus dem Cashflow hin­zu­kommen. Der Gewinn soll im laufenden Jahr bei Umsätzen von 50 Millionen Euro auf 4,7 Millionen Euro steigen. Nachdem der Vor­stand bereits die 2007er-Prognose zweimal angehoben hat, erscheint auch die 2008er-Planung sehr konservativ.

Fazit

Für Überraschungen gut

Bis zum Jahr 2010 hält der aktionär eine Umsatzverdopplung gegenüber 2007 für realistisch – inklusive Zukäufe. Optimistisch zeigen sich auch die Analysten der WestLB. Sie sehen den fairen Wert je Aktie bei 6,10 Euro.

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