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Kosten runter, Profite rauf

Texas Instruments, der weltweit drittgrößte Chiphersteller und der führende Produzent von Halbleitern für die Handy-Industrie, hat kräftig an der Kostenschraube gedreht und dadurch im ersten Quartal bei stagnierenden Umsätzen einen höheren Gewinn erzielt.

Texas Instruments, der weltweit drittgrößte Chiphersteller und der führende Produzent von Halbleitern für die Handy-Industrie, hat kräftig an der Kostenschraube gedreht und dadurch im ersten Quartal bei stagnierenden Umsätzen einen höheren Gewinn erzielt.

Von Martin Weiß

Texas Instruments (TI) meldete für die ersten drei Monate einen Gewinnanstieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 12 Prozent auf 411 Millionen Dollar oder 0,24 Dollar pro Aktie. Die Verkäufe stagnierten bei 2,97 Milliarden Dollar.

Aufschwung steht bevor

Die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten verlief höchst unterschiedlich: Während die Nachfrage nach Handy-Chips, wie sie in den modernsten Geräten verwendet werden, anzog, tendierten die Verkäufe bei TV- und Breitband-Chips schwächer. Allerdings will der Konzern hier mittlerweile deutliche Anzeichen für eine Erholung ausgemacht haben. "Wir sind zuversichtlich, dass sich unsere Märkte in die richtige Richtung bewegen und haben daher die Produktion in einzelnen Werken erhöht", sagte Vorstandschef Richard Templeton.

Anleger und Analysten zufrieden

Die Anleger zeigten sich insbesondere von den Ausführungen Marchs zu den Aussichten beeindruckt - der Aktienkurs kletterte im Anschluss an die Meldung um 5,9 Prozent auf 24,28 Dollar. "Die Zahlen sind das Beste, was man erwarten durfte", sagte Fondsmanager Barry Randall. Die Papiere hatten zuletzt - wie der gesamte Halbleitersektor - unter Befürchtungen gelitten, der Aufschwung im Technologiesektor könnte sich abschwächen. In der vergangenen Woche erzeugte das überraschend schlechte Quartalsergebnis von IBM zusätzlichen Verkaufsdruck. Die Rahmenbedingungen für TI bleiben trotz des guten ersten Quartals schwierig: Der PC-Absatz ist Marktforschern zufolge in den ersten drei Monaten lediglich um drei Prozent gewachsen und damit deutlich langsamer als erwartet. TI erzielt rund ein Drittel seiner Erlöse mit Chips für Festplatten und Drucker. Für das zweite Quartal rechnet TI mit einem Gewinn pro Aktie von 0,25 bis 0,29 Dollar und Umsätzen von 3,0 bis 3,4 Milliarden Dollar. Analysten kalkulieren bislang im Schnitt mit einem Profit von 0,26 Dollar/Aktie und Verkäufen von 3,18 Milliarden Dollar.

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