Koenig & Bauer
- Thomas Bergmann - Redakteur

König & Bauer: Bestellungen auf Rekordniveau, aber...

Der fränkische Druckmaschinenhersteller erzielte im dritten Quartal den höchsten Auftragseingang seit dem Rekordjahr 2006. Dennoch muss König & Bauer einen nochmals höheren Quartalsverlust ausweisen. Auch das bisherige Gewinnziel ist nicht mehr realistisch.

Dank seiner starken Präsenz in derzeit recht robusten Nischenmärkten wie dem Sicherheits-, Blech- und Kennzeichnungsdruck hat der Druckmaschinenhersteller aus Würzburg im dritten Quartal Bestellungen in Höhe von 473 Millionen Euro entgegengenommen. Das ist der höchste Wert seit dem Rekordjahr 2006. Allerdings fiel der Verlust deutlich höher aus als in den Vorquartalen.

Probleme an Rollenstandorten

Mit minus 32,5 Millionen Euro nach drei Quartalen verschlechterte sich das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 23 Millionen Euro. Lieferverschiebungen und hohe Sonderaufwendungen für die nochmalige Kapazitätsanpassung der ungenügend ausgelasteten Rollenstandorte sind verantwortlich für die schwache Entwicklung. Analysten hatten mit deutlich weniger Verlust gerechnet.

Vorstand mit Kämpferherz

Neuvorstand Claus Bolza-Schünemann bestätigte dennoch das Ziel, den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2011 leicht zu steigern. Aufgrund des zu erwartenden Umsatzsprungs mit ertragsstarken Produkten im vierten Quartal soll wie in den beiden Vorjahren ein positives Vorsteuerergebnis erwirtschaftet werden. "KBA wäre damit im dritten Jahr hintereinander die absolute Ausnahme innerhalb der vom Strukturwandel hart getroffenen Druckmaschinenbranche", so Bolza-Schünemann. Die Prognose, das Konzernergebnis vor Steuern von 2010 (15,3 Millionen Euro) zu verbessern, ist aber nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Bodenbildung abwarten

Die Aktie befindet sich in einem intakten Abwärtstrend. Es ist zwar die richtige Tendenz im Geschäft auszumachen, doch sollte vor einem Einstieg eine Bodenbildung abgewartet werden.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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