KNIGHT CAPITAL GRP
- Andreas Deutsch - Redakteur

Knight Capital: Pleite abgewendet - Aktie bricht trotzdem ein

Die Zukunft der Wall-Street-Firma Knight Capital ist gesichert. Eine Gruppe von Investoren stellt 400 Millionen Dollar bereit. Allerdings verlieren die bisherigen Anteilseigner wahrscheinlich die Kontrolle über das Unternehmen. Die Aktie gerät massiv unter Druck.

Nachdem das Papier am Freitag regelrecht durch die Decke gegangen war, kehrt bei den Anlegern am Montag Ernüchterung ein. Die Knight-Aktie verliert vorbörslich mehr als 30 Prozent und ist vom Handel ausgesetzt. Laut Händlern hat das Unternehmen eine wichtige Meldung angekündigt. Fest steht bereits: Für das Geld, das die Investoren Knight Capital zur Verfügung stellen, gibt es Schuldpapiere, die in rund 267 Millionen Aktien umgewandelt werden können. Damit dürften die Investoren später knapp drei Viertel der Anteile halten.

Kurz vor dem Ruin

Knight Capital hatte am vergangenen Mittwoch in nur einer Dreiviertelstunde einen riesigen Verlust von 440 Millionen Dollar angehäuft. Schuld war eine Software-Panne: Ein neues Handelsprogramm überflutete den Markt mit fehlerhaften Handelsaufträgen. Als Folge saß Knight Capital auf einem Berg zu teuer gekaufter Aktien und musste den hohen Verlust verbuchen.

Nur für ganz starke Nerven

DER AKTIONÄR meint: Die Aktie von Knight Capital eignet sich ausschließlich für Zocker.

Mit Material von dpa-AFX

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV