Klöckner & Co
- Maximilian Völkl

Klöckner und Co bricht ein: Prognose rauf, Kurs runter – das steckt dahinter

Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner und Co zählt am Mittwoch zu den schwächsten Werten auf dem Kurszettel. Dabei hat der SDAX-Konzern auf den ersten Blick starke Zahlen vorgelegt. Zudem wurde die Prognose erhöht. Allerdings hatten sich Anleger im Vorfeld noch mehr erhofft.

Im ersten Quartal ging der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr von 77 auf 56 Millionen Euro zurück. Hintergrund: Die Stahlpreise sind nicht mehr so stark gestiegen wie im Vorjahr und der schwächere Dollar belastet zusätzlich. Klöckner & Co sprach dennoch von einem erfolgreichen Start ins Geschäftsjahr 2018 und erhöhte die Prognose. Beim operativen Ergebnis will der Konzern leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Bislang war ein stabiler Gewinn angepeilt worden.

Bei den Anlegern kam die Zielsetzung allerdings nicht gut an. Das erste Quartal wurde von den Experten zwar als erwartet stark bezeichnet. Vor diesem Hintergrund sei aber mehr vom Ausblick erwartet worden. Im zweiten Quartal stellt Klöckner nun ein EBITDA von 65 bis 75 Millionen Euro in Aussicht – im Vorjahreszeitraum waren es 63 Millionen Euro.

Schwierige Situation

Es sind schwierige Zeiten für die Stahlbranche. Auch die Aktien von Salzgitter, Voestalpine oder ThyssenKrupp sind nach dem Klöckner-Ausblick unter Druck geraten. Da die Stimmung im Gesamtmarkt weiter angespannt ist, bietet sich ein Neueinstieg im Stahlbereich derzeit nicht an. Anleger sollten vorerst an der Seitenlinie bleiben.

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