Klöckner & Co
- Thomas Bergmann - Redakteur

Klöckner & Co: Neuer Ärger?

Der Stahlhändler Klöckner & Co reagiert auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Weltwirtschaft. Neben Stellenstreichungen sollen Geschäftsbereiche aufgegeben werden. Wie sollte diese Meldung interpretiert werden.

Der Vorstand des Stahlhändlers hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, um die Profitabilität zu verbessern. Unter anderem will Klöckner Geschäfte mit einer halben Milliarde Euro Umsatz aufgeben. An der Wachstumsstrategie Klöckner & Co 2020 hält das Unternehmen fest.

Die Umbaumaßnahmen kosten den Konzern laut Pressemitteilung einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Dieser werde aber durch den Verkauf von Geschäftssegmenten finanziert. Im Gegenzug erwartet das Management „eine jährliche Steigerung des Ergebnisses im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich." Nach Aussage von Klöckner-Chef Gisbert Rühl wolle man sicherstellen, die angestrebte EBITDA-Zielmarge von sechs Prozent sobald wie möglich wieder zu erreichen.

Haar in der Suppe

Grundsätzlich ist die Meldung von Klöckner positiv zu sehen, da der Konzern unprofitable Bereiche abstößt ohne die Bücher zu belasten. Das Unternehmen schafft dadurch die Basis, mittel- bis langfristig die Gewinne weiter zu steigern. Andererseits laufen die Geschäfte nicht so gut wie geplant, was im aktuellen Marktumfeld einigen Aktionären aufstoßen könnte.

Investiert bleiben

Wer der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt ist und eine kleine Trading-Position aufgebaut hat, sollte diese Stücke halten. Die Aktie konnte gestern auf Schlusskursbasis über den Tiefs schließen. Der Stopp bei 8,80 Euro sollte aber unbedingt beachtet werden.

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