Klöckner & Co
- Werner Sperber - Redakteur

Klöckner & Co: Kaufen ist angesagt

Der Aktienkurs von Klöckner & Co gibt weiter ab, obwohl die Fundamentaldaten für einen Einstieg sprechen. Die Analysten sind unterdessen noch immer optimistisch, obwohl sie ihre Gewinnschätzungen reduziert haben.

Die Stahlpreise erholen sich nicht so schnell, wie von Analysten erhofft beziehungsweise sind die Notierungen im zweiten und dritten Quartal gesunken. Das macht sich auch bei dem in Duisburg ansässigen Stahl-Handelsunternehmen Klöckner & Co bemerkbar. Deshalb sind die Börsenexperten wieder vorsichtiger geworden. Neil Sampat, Analyst der japanischen Bank Nomura, reduzierte deshalb seine Gewinnschätzungen. Generell sind die Perspektiven für den Stahlmarkt und damit auch für Klöckner & Co allerdings intakt. Die zuletzt deutlichen Kursverluste sind daher übertrieben. Vor diesem Hintergrund senkte Sampat zwar sein Kursziel für die Aktie von Klöckner & Co von 27 auf 24 Euro, beließ seine Einstufung aber bei "Buy". Jürgen Siebrecht, Analyst der britischen HSBC, erinnert an die gestiegenen Konjunkturrisiken und die Ergebnisverwässerung durch die Kapitalerhöhung Ende Mai. Klöckner & Co dürfte deshalb am Mittwoch, 10. August, zwar solide Zahlen für das erste Halbjahr 2011 vorlegen, könnte die Erwartungen aber auch verfehlen. Dennoch ist die Stahlnachfrage insgesamt unverändert solide und Klöckner & Co könnte durch weitere Übernahmen wachsen. Deshalb bestätigte Siebrecht sein Votum mit "Overweight", senkte allerdings sein Kursziel von 31 auf 26 Euro.

Stahlwert derzeit windelweich

Michael Shillaker, Analyst der Credit Suisse, reduzierte seine Gewinnschätzungen für Klöckner & Co aufgrund des Preisrückgangs bei Stahlprodukten im zweiten und dritten Quartal. Den Verwässerungseffekt durch die Ausgabe neuer Aktien hat er in sein Kursziel schon eingerechnet. So kommt er zu dem Rating für die Aktie mit "Outperform" und seinem ebenfalls bestätigten Kursziel von 26 Euro. Insgesamt haben die Analysten ihre Schätzungen für den Gewinn je Anteilschein für die Jahre 2011 bis 2013 deutlich gesenkt. Sie erwarten nun Ergebnisse von 1,61 Euro beziehungsweise 2,05 Euro respektive 2,34 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 8 beziehungsweise 6 respektive 5. Solange sich die weltweiten Aktienmärkte nicht nachhaltig beruhigt haben, sollten Anleger allerdings ein Engagement noch abwarten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: