Kloeckner
- Markus Bußler - Redakteur

Klöckner & Co: Hurra, die ersten sind da

Na also, es geht doch. Nach jeder Menge Verkaufsempfehlungen gibt es jetzt erste, zaghafte Kaufempfehlungen für die Aktie von Klöckner & Co. Sowohl Close Brothers Seydler als auch HSBC äußern sich optimistisch für das Papier. DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls bei seiner Einschätzung.

Nachdem es in den vergangenen Tagen eine Verkaufsempfehlung nach der anderen für die Aktie des im MDAX notierten Stahlhändlers hagelte, trauen sich jetzt Analysten mit Kaufempfehlungen hervor. Close Brothers Seydler stuft die Aktie von „Hold" auf „Buy" hoch und hebt das Ziel von 9,00 Euro auf 13,00 Euro. Gleichzeitig weisen die Experten jedoch auf das hohe Risiko dieser Empfehlung hin. Nach Ansicht der Analysten ist der Einstieg von Knauf grundsätzlich positiv zu sehen. Sie glauben, dass der Milliardär seine Position auf 25 bis 30 Prozent ausbauen könnte. Von einem Übernahmeangebot gehen sie jedoch nicht aus. Close Brothers Seydler geht davon aus, dass das Schlimmste für Klöckner & Co vorbei ist und der Stahlhändler am 6. März einen Umsatzanstieg von rund fünf Prozent für das Geschäftsjahr 2012 melden wird.

HSBC sagt „Overweight"

Auch die britische Investmentbank hat das Kursziel von Klöckner & CO auf 13,00 Euro von vorher 10,00 Euro angehoben und belässt die Einstufung auf „Overweight". Angesichts der Marktschwäche in Europa gebe es auf kurze Sicht nur wenig Aussicht auf eine höhere Bewertung der Papiere, schrieb Analyst Jürgen Siebrecht in einer Studie vom Freitag. Auf längere Sicht stecke aber viel Wert in den Aktien. Die Beteiligung der Knauf-Familie sei nicht nur gut für den Kurs, sondern dürfte den Fokus auch wieder auf das langfristige Kurspotenzial lenken. Der Einstieg erinnert ihn an das Vorgehen von Heinz-Hermann Thiele beim Verkehrstechnik-Konzern Vossloh.

DER AKTIONÄR hat in den vergangenen Tagen investierten Anlegern mehrfach geraten an Bord zu bleiben und sich von den Kaufempfehlungen nicht verunsichern zu lassen. Knauf wird hinter den Kulissen den Anteil sicherlich aufstocken. Dies sollte den Kurs weiter stützen. Zudem dürfte bei der Industrielle den Markt wohl besser einschätzen können als viele andere. Das Investment spricht eindeutig dafür, dass er mit einer Erholung des Stahlmarktes rechnet. DER AKTIONÄR rät Anlegern weiter dabeizubleiben, der Stoppkurs sollte zur Gewinnabsicherung sukzessive nachgezogen werden.

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