Klöckner & Co
- Markus Bußler - Redakteur

Klöckner & Co: Gewinn bricht ein

Die Analysten hatten im Vorfeld bereits die Erwartungen nach unten geschraubt. Jetzt ist es amtlich: Klöckner & Co bekommt die sinkenden Stahlpreise massiv zu spüren. Der Überschuss brach um fast 90 Prozent auf fünf Millionen Euro ein.

„Die Preise gingen teilweise deutlich zurück", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl. Auch die Kunden hätten sich in der Folge zurückgehalten, da sie mit weiter sinkenden Preisen gerechnet hätten. Dadurch gab es auch Druck auf die Margen. Dazu kam: Aufgrund der niedrigeren Stahlpreise musste Klöckner & Co seine Lagerbestände um 15 Millionen Euro abwerten.

Zukäufe stützen

Der operative Gewinn (EBITDA) ging um 38 Prozent auf 62 Millionen Euro zurück. Der Umsatz legte hingegen dank der erstmaligen Beiträge von zwei zugekauften Unternehmen in den USA und Brasilien um ein Drittel auf 1,9 Milliarden Euro zu. Bei Absatz und Umsatz hielt das Management an seinen Erwartungen fest, wonach diese im laufenden Jahr jeweils vor allem dank der Zukäufe um mehr als ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr zulegen sollen.

DER AKTIONÄR hatte zwar mit schwächeren Zahlen gerechnet, allerdings sind die vorgelegten Zahlen tatsächlich eine Enttäuschung. Allerdings hatte die Aktie bereits im Vorfeld der Zahlen deutlich an Wert eingebüßt. Daher dürften sich die Kursreaktionen im überschaubaren Rahmen halten. Für Klöckner & Co dürfte es entscheidend werden, ob die Wirtschaft weiter wächst, oder erneut in eine Rezession abrutscht. Anleger, die nur von einer Wachstumsdelle ausgehen, können auf dem aktuellen Niveau eine erste Position aufbauen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: