Klöckner & Co
- Markus Bußler - Redakteur

Klöckner & Co: Erwartet schwach

Die positive Überraschung bleibt aus: Der Stahlhändler Klöckner & Co ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust fällt sogar höher aus, als von einigen Analysten erwartet. Doch vorbörslich präsentiert sich das Papier erstaunlich stabil. Anleger bleiben an Bord.

Die niedrigen Preise, Restrukturierungsaufwendungen und die schwache Wirtschaftslage in weiten Teilen Europas setzten dem MDax-Unternehmen dabei deutlich zu. Unter dem Strich stand ein Minus von 195 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn von 12 Millionen Euro in den Büchern. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Hier halfen insbesondere der Zukauf von Macsteel Service Centers in den USA und das dortige starke organische Wachstum. Operativ stürzte das Ergebnis von 217 auf 62 Millionen Euro ab.

Gut gerüstet

Allerdings zeigt sich der Vorstand für das laufende Jahr verhalten optimistisch. „Wir sind gut gerüstet, trotz des weiterhin schwierigen Umfelds die Ertragskraft zu steigern und in den USA weiter zu wachsen", sagte Unternehmenschef Gisbert Rühl. Für das laufende Jahr gibt sich Klöckner & Co erwartet ein positives Konzernergebnis. Dabei profitiert der Stahlhändler von den Früchten seines erst im November verschärften Sparprogramms. Für das Jahr 2013 rechnet Klöckner & Co trotz des Abbaus durch die Restrukturierung in Europa mit einem Absatz und Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Vor allem der USA-Markt soll dazu beitragen. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und vor Restruktierungsaufwendungen einen deutlichen Anstieg von 139 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr auf etwa 200 Millionen Euro.

Die Zahlen bringen vorbörslich kaum Druck auf die Aktie. Die Phantasie, dass Milliardär Knauf im Hintergrund weiter zukaufen könnte, dürfte das Papier weiter stützen. Investierte Anleger bleiben an Bord und lassen die Gewinne laufen. Ein Stoppkurs sichert die Gewinne ab.

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