Kloeckner
von Markus Bußler - Redakteur

Klöckner & Co: Die Hoffnung auf ein besseres 2012

Der Stahlhändler Klöckner & Co hat vor allem im zweiten Halbjahr unter den niedrigen Stahlpreisen gelitten. Im laufenden Jahr will der Konzern dennoch bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Sind damit auch für die Aktie bessere Zeiten in Sicht?

Ja, meint zumindest Raphael Veverka von Exane BNP Paribas. Der Analyst sieht das Kursziel bei 13,00 Euro. Niedrige Stahlpreise, saisonale Effekte und ein Lagerbestandsabbau in Europa hätten zu den erwartet schwachen Resultaten geführt. Allerdings zeigt sich das Management verhalten optimistisch zu dem US-Geschäft. Sollte hier ein Aufschwung einsetzen, könnte dies zu einer positiven Neubewertung der Aktie führen.

Gros der Analysten ist pessimistisch

Andererseits sollte man nicht verschweigen, dass die meisten Analsten sich doch zurückhaltender zeigt: So stufen etwa die Experten vom Bankhaus Lampe als auch von der Commerzbank und der Deutschen Bank die Aktie nur noch mit „Halten" ein. Und Nomura hat das Papier des im MDAX notieren Unternehmens nach den Zahlen sogar auf „Reduce" gesenkt. Das Kursziel sehen sie bei 11,00 Euro. Dazu passt auch die Meldung, dass der Maschinenbau einen Auftragsrückgang verzeichnen muss und auch die Prognose für den Autoabsatz in Europa alles andere als berauschend ist. Dennoch: Die Stahlproduktion in Deutschland zieht nach den Rückschlägen Ende 2011 wieder an. Im Februar stellten die Hütten rund 3,6 Millionen Tonnen Rohstahl her, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt - drei Prozent weniger als im Vorjahr, aber sechs Prozent mehr als im Vormonat.

So komisch es klingen mag: Es scheint schon fast ein gutes Zeichen zu sein, dass sich die Analysten in der Mehrzahl negativ zu der Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co äußern. Über Monate hinweg hagelte es Kaufempfehlungen und der Kurs kannte nur eine Richtung: nach unten. Jetzt, da nahezu alle schlechten Nachrichten eingepreist sind und auch die Analysten zum Verkauf raten, scheint das Rückschlagpotenzial mehr als nur überschaubar. Sollte sich die Konjunktur in Europa jedoch schneller wieder fangen als gedacht, dann dürfte auch der Stahlbranche eine Renaissance bevorstehen. DER AKTIONÄR rät risikobewussten Anlegern daher weiter zu einem antizyklischen Einstieg bei Klöckner & Co.

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