Klöckner & Co
- Markus Bußler - Redakteur

Klöckner & Co: Commerzbank erhöht das Kursziel, aber …

10,30 Euro nach zuvor 9,00 Euro. So lautet das neue Kursziel der Commerzbank für die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. Doch statt „Hold“ lautet das Anlagevortum von Ingo-Martin Schachel nur noch „reduce“. Wenn einer bereit sei, für ein bullishes Szenario zu zahlen, dann sollte man an ihn auch verkaufen, meint Schachel.

Bislang hatte die Commerzbank für die Aktie von Klöckner & Co drei Szenarien. Im Basis-Szenario sah Schachel einen fairen Wert von 9,00 Euro für die Aktie, im bearishen Szenario einen von 7,00 Euro und im bullishen von 11,00 Euro. Nach dem Einstieg der Knauf-Gruppe bei dem im MDAX notierten Unternehmen hat sich die Aktie dem fairen Wert des bullishen Szenarios angenähert. Für Schachel ein Grund, die Aktie zu verkaufen.

1.294 Prozent Gewinn

Sperrminorität?

Auch er rätselt über die Hintergründe des Einstiegs von Knauf bei Klöckner & Co. Ähnlich wie der AKTIONÄR sieht er ein Szenario, bei dem Knauf eine Sperrminorität von 25 Prozent + eine Aktie erwirbt als realistisch an. Ein öffentliches Übernahme-Angebot ist seiner Meinung nach jedoch eher unwahrscheinlich. Aber all dies sei zu diesem Zeitpunkt hoch spekulativ. Daher rät er zum Verkauf des Papiers.

DER AKTIONÄR ist hier anderer Ansicht. Sicherlich ist es richtig, dass derzeit wenig darüber gesagt werden kann, welche Hintergründe der Einstieg von Knauf bei Klöckner & Co. Da aus Finanzkreisen jedoch verlautete, dass Knauf die Deutsche Bank ins Boot geholt hat, spricht einiges dafür, dass er plant, weitere Aktien zuzukaufen. Angesichts des hohen Streubesitzes dürfte zumindest ein Teil dieser Aktien tatsächlich über die Börse gekauft werden, was den Kurs stützen sollte. Mutige Anleger bleiben im Boot.

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