Klöckner & Co
- Werner Sperber - Redakteur

Klöckner & Co: 180 Prozent Potenzial

Der Aktienkurs von Klöckner & Co gibt immer weiter ab, obwohl die Fundamentaldaten weiterhin für einen Einstieg sprechen. Die Analysten sind unterdessen noch immer optimistisch, obwohl sie ihre Gewinnschätzungen noch einmal reduziert haben. Der Konzernchef schafft nun aber Tatsachen.


Die Zahlen des in Duisburg ansässigen Stahl-Handelsunternehmens Klöckner & Co sind schwächer ausgefallen, als von den Analysten geschätzt. Neil Sampat, Analyst von Nomura, schätzt auch die Absatz-Perspektiven für das laufende und das nächste Jahr schlechter ein. Wegen des Kurssturzes hat er zwar seine Einstufung für die Aktie mit "Buy" bestätigt, sein Kursziel aber von 24 auf 17,50 Euro gesenkt. Marc Gabriel, Analyst des Bankhauses Lampe, rät weiter zum Kauf der Aktie, reduzierte sein Kursziel allerdings von 21,35 auf 19 Euro. Kartik Swaminathan, Analyst von Goldman Sachs, hat die Papiere von seiner "Conviction Buy List", sein Votum mit "Buy" bestätigt und sein Kursziel von 28 auf 19 Euro gesenkt. Die Bank Cheuvreux strich Klöckner & Co von der "Selected List" und senkte das Kursziel von 27 auf 20 Euro. Matthias Pfeifenberger, Analyst der Deutschen Bank, rät weiter zum Einstieg, nun allerdings anstatt mit einem Kursziel von 24 nur mehr mit 21 Euro. Saurabh Kothari, Analyst der UBS, bestätigt sein Votum mit "Buy" und sein Kursziel von 24,50 Euro. Ingo-Martin Schachel, Analyst der Commerzbank, beließ es ebenfalls bei "Buy" und seinem Kursziel von 26 Euro. Christian Obst, Analyst der Unicredit, geht davon aus, dass die Stahlpreise in den kommenden Monaten wieder anziehen werden. Deshalb bestätigte er sein Rating mit "Buy" und sein Kursziel von 28 Euro.

Hier kauft der Chef persönlich

Vorstandsvorsitzender Gisbert Rühl hat unterdessen Fakten für sein eigenes Bankkonto geschaffen indem er heute mehr als 100.000 Euro beziehungsweise rund 10,07 Euro pro Anteilschein in 10.000 Aktien von Klöckner & Co investiert hat. Er hält die Papiere anscheinend für günstig bewertet und möchte mit diesem Kauf wohl auch Vertrauen bei den Anlegern schaffen, denn üblicherweise dauert es immer einige Tage, bis eine solche Insider-Transaktion öffentlich gemacht wird. Dieses Vertrauen könnte sich auch nach Angaben der Analysten rechnen, denn  obwohl sie die Schätzungen für die Gewinne je Aktie für die Jahre 2011 bis 2013 erneut reduziert haben, raten sie doch zum Kauf. Nun gehen sie von Ergebnissen von 1,19 Euro beziehungsweise 1,67 Euro respektive 2,08 Euro aus. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 8,5 beziehungsweise 6 respektive 5. Anleger sollten dennoch erst auf eine Beruhigung an den Märkten warten und einen soliden Boden bei der Aktie.

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