- DER AKTIONÄR

Kickstart ins Geschäftsjahr

Der japanische Motorenhersteller Yamaha Motor hat die Börse mit starken Quartalszahlen überrascht. Die Analysten sind zudem auch für die kommenden Jahre positiv gestimmt.

Der japanische Motorenhersteller Yamaha Motor hat die Börse mit starken Quartalszahlen überrascht. Die Analysten sind zudem auch für die kommenden Jahre positiv gestimmt.

Von Sascha Grundmann

So etwas kann man wohl mit Fug und Recht einen gelungenen Jahresauftakt nennen: Yamaha Motor hat gleich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2005 die eigenen Prognosen geschlagen - und mehrfach für gute Laune an der Börse gesorgt. Denn dass der japanische Motorenproduzent im jüngsten Jahresviertel beim operativen Gewinn mit 32,4 Milliarden Yen seine ursprünglichen Erwartungen deutlich um mehr als acht Milliarden Yen übertroffen und das Nettoergebnis aus dem Vorjahr von 11,6 Milliarden auf nunmehr 23 Milliarden Yen nahezu verdoppelt hat, ist nicht die einzige gute Nachricht für die Yamaha-Motor-Aktionäre.

"Robuste Vorstellung"

Bemerkenswert ist nämlich vor allem, dass dieses Ergebnis nicht auf einmalige Faktoren zurückzuführen ist, sondern es - so die Analysten des japanischen Bankhauses Nomura Securities in einer kurz nach den Zahlen veröffentlichten Studie - auf einer "robusten Vorstellung in den meisten Geschäftsbereichen" beruht. Dieser Erfolg auf breiter Basis veranlasst Nomura jedenfalls dazu, die Aktie des Motorenherstellers weiterhin mit einem "Strong Buy" einzustufen. Und damit steht Nomura nicht allein da, andere Analystenhäuser sehen das ganz ähnlich. Auch die Kollegen von Nikko Citigroup hoben im Anschluss an die guten Zahlen die Gewinnprognosen für das laufende und das kommende Yamaha-Geschäftsjahr gleich einmal um 20 bis 25 Prozent an. Das macht die Yamaha-Aktie zu einem günstigen Papier: Aus den neuen Prognosen ergibt sich für 2006 ein angesichts der soliden Wachstumsraten vergleichsweise niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9.

Stark in Asien

Vor allem in den USA und in Asien waren die Yamaha-Verkaufszahlen in allen Geschäftsbereichen - bei Motorrädern, Motoren und Außenbordmotoren - gestiegen. Positiv machte sich dabei bemerkbar, dass Yamaha, um das schwache Wachstum im Heimatland Japan zu kompensieren, in der jüngeren Vergangenheit nach Indonesien und in andere südostasiatische Länder expandiert hat. Das Hauptaugenmerk bei Yamaha Motor liegt dabei nach wie vor auf dem Motorradmarkt. Dort will Yamaha den Weltmarktführer, den japanischen Wettbewerber Honda angreifen. Yamaha, derzeit Nummer zwei, will bis 2007 einen Marktanteil von zwölf Prozent des weltweiten Motorradmarktes erreichen; 2004 waren es noch neun Prozent, die man für sich beanspruchte. Dieser Trend soll sich fortsetzen: Für 2009 plant Yamaha die Verkaufszahlen bei den Motorrädern um 80 Prozent gegenüber 2004 zu steigern (siehe Grafik). Vor allem im Hauptabsatzmarkt Asien will der Konzern dann die Zahl der verkauften Zweiräder mehr als verdoppelt haben.

Mit Vollgas weiter

Nach dem Kickstart ins Geschäftsjahr 2005 rechnen die Analysten auch für das Gesamtjahr mit einer Verbesserung des Ergebnisses bei Yamaha Motor. Vor dem Hintergrund solider Wachstumsraten ist die Aktie des Motorenproduzenten mit einem 2006-KGV von 9 selbst nach dem ordentlichen Kurszuwachs des bisherigen Jahresverlaufs nicht zu teuer. Dabei gilt für interessierte Anleger: Orders sollten angesichts der geringen Handelsvolumina in Deutschland unbedingt limitiert werden.

Yamaha Motor

 

ISIN JP3942800008
Kurs am 13.05.2005 13,90 €
Empfehlungskurs 14,40 €
Ziel 18,50 €
Stopp 12,00 €
KGV 06e 9
Chance/Risiko 3/2

 

Artikel aus DER AKTIONÄR 20/05

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