Hochtief
- Werner Sperber - Redakteur

KHD Humboldt und Hochtief im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Zukunftswerte hofft auf die neuen Vorstands-Kontrolleure von KHD Humboldt Wedag International. Der Anlegerbrief performaxx wartet auf ein Chartsignal, um mit einem der beiden vorgestellten Derivate bei Hochtief einzusteigen. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zukunftswerte freuen sich über die von sogenannten aktiven Großinvestoren bei der jüngsten Hauptversammlung durchgesetzte neue Zusammensetzung des Aufsichtsrates der KHD Humboldt Wedag International. Diese neue Zusammensetzung verheiße eine bessere und unabhängigere Kontrolle des Vorstands als in der Vergangenheit. Anstatt des vom Vorstand vorgeschlagenen, umstrittenen Michael Smith haben die Aktionäre Seppo Kivimäki, Helmut Mayer und Michael Busch in den Aufsichtsrat gewählt. Die Aktionäre beschlossen auch eine Dividende von 0,12 Euro je Aktie. Davon stammten etwa 90 Prozent aus dem steuerlichen Einlagekonto, womit auf diesen Teil der Dividende zunächst keine Steuerlast anfiel. Zudem ermächtigten die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien bis zu einem Volumen von zehn Prozent des Grundkapitals. Da die Aktie weniger kostet als Netto-Guthaben pro Anteil vorhanden ist, würde mit einem Rückkauf ein Wert für die Aktionäre gehoben. Demnach sollten auch konservative Anleger die Aktie bis zu Notierungen von sechs Euro kaufen. Der "faire Wert" beträgt neun Euro.

Der Anlegerbrief performaxx: Hoch oder tief, für beide Fälle gerüstet   

Die Experten des Anlegerbriefes performaxx raten zum Einstieg bei Hochtief, sobald die Notierung höher als 40 Euro ist. Das Kursziel beträgt dann 45 Euro. Risikobereite Anleger sollten mit dem am 14. Juni 2013 fälligen Call-Optionsschein (WKN TB6 W5L) der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG auf Hochtief auf diesen möglichen Kursanstieg setzen. Der Schein ist mit einem Basispreis von 40 Euro und einem Hebel von derzeit 11,6 ausgestattet. Bei Notierungen von weniger als 36 Euro sollten Investoren auf einen bis auf 32 Euro weiter sinkenden Kurs spekulieren. Dazu sollten sie den am 13. März 2013 auslaufenden Put-Optionsschein (WKN HV7 Z6D) der Unicredit Bank AG kaufen. Dieser Schein ist mit einer Basis von 36 Euro und einem Hebel von aktuell 12 ausgestattet. Der Stoppkurs sollte jeweils 16 Prozent niedriger als der Einstandskurs gesetzt werden. Der Aktienkurs von Hochtief balanciert auf einem schmalen Grat. Entweder gelingt in den nächsten Tagen ein Anstieg auf mehr als den Bodenwiderstand bei zirka 40 Euro oder aber der Kurs eröffnet mit Jahrestiefstkursen von weniger als 36 Euro neues Abwärtspotenzial. Hochtief ist das wohl bekannteste deutsche Baudienstleistungsunternehmen. Doch das könnte sich bald ändern, denn der spanische Konzern ACS hat seit dem vergangenen Jahr Aktien gekauft und könnte derzeit mehr als 50 Prozent der Anteile halten.

Änderungen im Musterdepot des Strategie-Reports:

Im Musterportfolio sind die 150 Zertifikate (WKN DB0 SEX) auf Gold wohl mit Gewinn sowie die 300 Call-Optionsscheine (WKN DX1 PKH) auf die Rational AG wohl mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.250 Call-Optionsscheine (WKN LS4 HUT) auf Groupon zu 0,56 Euro sowie 620 Bonus-Zertifikate (WKN AA5 V33) auf Wells Fargo zu 36,83 Euro eingebucht.

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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