- DER AKTIONÄR

Keine Spur von Rost

Nickel ist zur Veredlung von Stahl notwendig. Experten sind sich sicher, dass der Nickelpreis weiter steigen wird. Mit den richtigen Aktien können Anleger profitieren.

Neben den bekannten Metallen wie Gold und Silber waren es vor allem die Industriemetalle wie Blei, Kupfer und Nickel, mit denen Anleger in den vergangenen Jahren viel Geld verdienen konnten. So legte der Nickelpreis von rund 4.500 Dollar je Tonne im Herbst 2001 auf über 15.000 Dollar je Tonne zur Jahreswende 2003/2004 zu. Auf diesem Niveau notiert er auch heute noch (siehe Rohstoff-Check, Seite 54). Hintergrund der Preisrallye ist ein deutliches Defizit auf der Angebotsseite. Dass dieses in den kommenden Jahren trotz steigender Produktionszahlen nicht vollständig ausgeglichen werden kann, liegt an den Eigenschaften von Nickel. Dieses wird nämlich für die Herstellung von Edelstahl benötigt und ist deshalb sehr begehrt. Nickel erhöht im Stahl die Korrosionsbeständigkeit und trifft somit auf eine starke Nachfrage aus dem Maschinenbau, aus der Autoindustrie, aus der Luft- und Raumfahrt, aus der Elektronik- und aus der Bauindustrie. Etwa 70 Prozent der weltweiten Nickelproduktion wird für die Herstellung von Edelstahl verwendet. Zu den größten Aufkäufern von Nickel zählt neben der Volksrepublik China auch Indien. Nach Einschätzung des indischen Stahlunternehmens Jindal Stainless ist davon auszugehen, dass die indischen Produktionskapazitäten für rostbeständigen Stahl in nächster Zeit um zehn bis 15 Prozent ausgeweitet werden und damit der Bedarf an Nickel weiter steigen wird. der aktionär hat in den zurückliegenden Jahren einige aussichtsreiche Nickelminenaktien zum Kauf empfohlen. Da sich der Nickelpreis aber sehr volatil entwickelt hat – so kam es vor allem 2004 und 2005 zu größeren Preisausschlägen –, wiesen auch die Aktien eine extrem große Schwankungsbreite auf. Viele von ihnen wurden zwischenzeitlich aus dem Chart-Check des aktionärs ausgestoppt. Grund genug, sich noch einmal mit den aussichtsreichsten Nickelminenaktien zu beschäftigen.

Sally Malay - spottbillig

Sally Malay besitzt zwei Nickelminen in Westaustralien, in denen auch die Metalle Kobalt und Kupfer vorhanden sind. Das Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2006, das am 30. Juni endet, rund 10.500 Tonnen Nickel fördern. Die Kosten werden sich dabei auf circa 6.600 Dollar je Tonne belaufen. Zudem werden 4.000 Tonnen Kupfer und 400 Tonnen Kobalt anfallen. Im nächsten Geschäftsjahr soll die Nickelproduktion auf 12.000 Tonnen gesteigert werden. Auf Basis des aktuellen Nickelpreises von derzeit rund 15.000 Dollar je Tonne würde Sally Malay dann einen Gewinn je Aktie von 0,25 Australische Dollar erzielen können. Damit würde sich für das Geschäftsjahr 2007 ein niedriges KGV von 3 errechnen.

Jubilee Mines - für Dividendenjäger

Obwohl Jubilee Mines im Geschäftsjahr 2006 ähnlich viel Nickel produzieren wird wie Sally Malay, nämlich 11.000 Tonnen, ist das Unternehmen an der Börse gemessen an der Marktkapitalisierung ungleich höher bewertet. Das liegt daran, dass Jubilee Mines in den zurückliegenden Jahren äußerst konstante Ergebnisse geliefert und sich somit das Vertrauen der Börsianer erworben hat. Für Jubilee Mines sprechen auch die günstigen Produktionskosten, die mit circa 5.500 Dollar je Tonne deutlich unter denen von Sally Malay liegen. Das Hauptfördergebiet des Konzerns heißt Cosmos-Nickel-Projekt und liegt im Kathleen Valley in Westaustralien. Das wichtigste Kaufargument für das Jubilee-Papier ist jedoch die hohe Dividendenrendite von derzeit annähernd sechs Prozent. Die Gesellschaft wird für die Geschäftsjahre 2006 und 2007 eine Dividende von jeweils 0,40 Australische Dollar auszahlen, so die Schätzungen von Southern Cross.

Fazit

Unter charttechnischen und fundamentalen Gesichtspunkten ist Sally Malay die derzeit attraktivste Nickelminenaktie. Jubilee Mines ist vor allem für langfristig orientierte Anleger interessant, die auf eine hohe Dividendenrendite Wert legen.

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