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- DER AKTIONÄR

Kein Müll

Der jüngste Klimabericht der Vereinten Nationen hat es deutlich gemacht: Die Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren, ist größer denn je. Die Europäische Kommission beispielsweise hat hierzu neue Qualitätsstandards für Kraftstoffe vorgelegt. Diese zielen darauf ab, bis 2002 den CO2-Ausstoß im Laufe des Lebenszyklus der Kraftstoffe um zehn Prozent zu reduzieren.

Kraftstoffe aus Bioabfällen könnten ein großes Thema der Zukunft werden. Diversa ist auf diesem Gebiet bestens positioniert.

Der jüngste Klimabericht der Vereinten Nationen hat es deutlich gemacht: Die Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren, ist größer denn je. Die Europäische Kommission beispielsweise hat hierzu neue Qualitätsstandards für Kraftstoffe vorgelegt. Diese zielen darauf ab, bis 2002 den CO2-Ausstoß im Laufe des Lebenszyklus der Kraftstoffe um zehn Prozent zu reduzieren. Die vorgeschlagenen neuen Standards ermöglichen einen höheren Anteil an Biokraftstoffen, die weniger CO2 verursachen, am Kraftstoffgemisch. Laut EU-Kommissar Stavros Dimas soll diese Maßnahme „den Weg für einen wesentlich größeren Verbrauch von Biokraftstoffen, insbesondere der zweiten Generation, ebnen“. Biokraftstoffe der zweiten Generation können unter anderem aus Rückständen der Forstindustrie sowie Biomasse aus der Landwirtschaft oder Haushalten gewonnen werden.

Weitreichende Kooperationen

Genau das ist das Forschungsgebiet von Diversa. Das Unternehmen beschäftigt sich mit dem Aufspüren von Enzymen, welche die Herstellung von Ethanol aus Biomasse ermöglichen. Diversa hat auf diesem Gebiet vor kurzem seine Kooperation mit der Schweizer Syngenta – gleichzeitig größter Anteilseigner von Diversa – ausgeweitet. Die Zusammenarbeit, die über zehn Jahre laufen soll, ermöglicht es Diversa, eigene fermentierungsbasierte Enzymkombinationen zu entwickeln und zu vermarkten. Im Rahmen des Abkommens zahlt Syngenta an Diversa in den ersten beiden Jahren 16 Millionen Dollar an garantierten Forschungsgeldern. Je nach Erfolg in der Produktentwicklung erhält Diversa weitere Zahlungen sowie Lizenzgebühren. Zuletzt hat Diversa außerdem eine Kooperation mit dem Ziel der Entwicklung von Kraftstoffen aus Biomasse mit verschiedenen Forschungsinstituten in Neuseeland abgeschlossen. Diversa entdeckt aber nicht nur Enzyme, sondern modifiziert diese auch. So hat die Gesellschaft bereits ein Enzym entwickelt, das Ethanol 30 Prozent effizienter herstellt als herkömmliche Fermente.

Break-even in Sicht

Auch die finanzielle Situation bei Diversa ist durchaus interessant. Das Unternehmen besitzt mit knapp 60 Millionen Dollar Cash-Reserven bei einer Burn-rate von 20 Millionen Dollar pro Jahr genügend finanziellen Spielraum. Darüber hinaus winkt im kommenden Jahr das Erreichen der Gewinnschwelle.

Beste Voraussetzungen

Diversa hat mit einem hervorragenden Netz an namhaften Partner die besten Voraussetzungen geschaffen, um am Markt für Biokraftstoffe, insbesondere der zweiten Generation ganz vorne mitmischen zu können. Bereits im kommenden Jahr könnte dem Unternehmen der Break-even gelingen. Wenn dann auch noch das Geschäft mit Biomasse und Ethanol zu laufen beginnt, dürften die Gewinne sprudeln. DER AKTIONÄR hatte das Papier von Diversa bereits in Ausgabe 42/05 bei 4,27 Euro zum Kauf empfohlen. Aber auch auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie noch ein klarer Kauf.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 08/2007.

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