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- DER AKTIONÄR

Kein Kraut gewachsen

Der demografische Trend ist klar vorgezeichnet: Die Menschen werden in Zukunft immer länger leben. Mit zunehmendem Alter wächst jedoch auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Deren häufigste und zugleich schwerste Form ist Morbus Alzheimer. Aktuell sind davon weltweit etwa 26 Millionen Menschen betroffen. Und die Prognosen sind düster. Einer neueren Studie der John-Hopkins-Universität zufolge sollen 2050 mehr als 100 Millionen Menschen betroffen sein.

Alzheimer wird zur Volkskrankheit. Ein Heilmittel gibt es bis jetzt nicht. Die kleine Firma Memory Pharmaceuticals arbeitet aber an einem vielversprechenden Medikament.

Der demografische Trend ist klar vorgezeichnet: Die Menschen werden in Zukunft immer länger leben. Mit zunehmendem Alter wächst jedoch auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Deren häufigste und zugleich schwerste Form ist Morbus Alzheimer. Aktuell sind davon weltweit etwa 26 Millionen Menschen betroffen. Und die Prognosen sind düster. Einer neueren Studie der John-Hopkins-Universität zufolge sollen 2050 mehr als 100 Millionen Menschen betroffen sein. Ein Heilmittel für Alzheimer gibt es bislang nicht. Doch rund um den Globus forschen Unternehmen fieberhaft nach neuen Arzneien. Wie die kleine US-Firma Memory Pharmaceuticals.

Daten im vierten Quartal

Das Unternehmen aus Montvale in New Jersey hat zwei experimentelle Alzheimer-Wirkstoffe in der Pipeline. Am Produktkandidaten mit dem Forschungsnamen MEM 1003 hält Memory selbst alle Rechte. Anfang April wurde das Patienteneinschlussverfahren für eine klinische Studie der Phase II abgeschlossen, die Tests laufen bereits. Daten aus den Studien will Memory im vierten Quartal vorlegen. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll es Resultate aus Tests mit einem weiteren möglichen Alzheimer-Mittel geben, das Memory in Kooperation mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche entwickelt. Roche hat sich die Rechte an dieser Arznei gesichert.

Genügend Cash

Für das erste Quartal 2007 wies Memory nur marginale Umsätze von 2,7 Millionen Dollar aus, die im Wesentlichen der Kooperation mit Roche entstammen. Der Verlust belief sich auf 8,9 Millionen Dollar. Zum 31. März verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 53,8 Millionen Dollar. Dieses Geld dürfte ausreichen, um die weitere Entwicklung der Produktkandidaten bis in die zweite Hälfte des Jahres 2008 aus eigener Kraft voranzutreiben.

Ziel: Milliardenmarkt

Mit seinen Produkten zielt Memory Pharmaceuticals auf einen Milliardenmarkt – vorausgesetzt das Unternehmen kann sie bis zur Marktreife entwickeln. Spannende Hinweise über die Erfolgsaussichten dürften die Studiendaten im vierten Quartal liefern. Diese Fantasie sollte den Kurs treiben. Sehr risikofreudige Anleger legen sich einige Stücke als Beimischung ins Depot.

Kursziel für Memory: 3,60 Euro. Stopp: 1,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 27/2007.

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