UST INC. DL-,50
- DER AKTIONÄR

Kau mich!

Rauchen ist out. In den USA sank der Zigarettenkonsum im vorigen Jahr um 1,3 Prozent. Dagegen zieht die Nachfrage nach Kautabak um jährlich vier Prozent an. Der Nahrungs- und Genussmittelkonzern Altria will in diesem Sommer seine Tabak-Tochter Philip Morris (Marlboro, L&M, Chesterfield) an die Börse bringen. Und dabei vor allem an diesem neuen Trend partizipieren.

Der Tabakriese Altria investiert massiv in Kautabak. Von diesem neuen Trend dürfte auch das Traditionsunternehmen UST profitieren.

Rauchen ist out. In den USA sank der Zigarettenkonsum im vorigen Jahr um 1,3 Prozent. Dagegen zieht die Nachfrage nach Kautabak um jährlich vier Prozent an. Der Nahrungs- und Genussmittelkonzern Altria will in diesem Sommer seine Tabak-Tochter Philip Morris (Marlboro, L&M, Chesterfield) an die Börse bringen. Und dabei vor allem an diesem neuen Trend partizipieren.

Erstklassiger Wein und Tabak

Das will auch UST. Der 1822 gegründete Traditionskonzern setzt neben Premiumweinen auf das Segment Kautabak. Zu seinen bekanntesten Tabakmarken zählen Skoal und Copenhagen. Darüber hinaus vermarktet UST die angefeuchteten Sorten Red Seal, Husky und Rooster. Trockene Sorten sind Bruton, CC und Red Seal. Eine Spezialität sind vor allem die sogenannten Snus-Produkte. Es handelt sich dabei um poröse Säckchen, die man sich hinter die Oberlippe steckt. Der Tabak ist mit Salzen versehen. So kann das Nikotin zügig über die Schleimhäute absorbiert werden. Weil im Gegensatz zum schädlichen Glimmstängel die Lunge nicht angegriffen wird, hofft die Branche von der US-Gesundheitsbehörde keine Steine in den Weg gelegt zu bekommen.

Solide Zahlen plus Modetrend

In den zurückliegenden Jahren erzielte UST stets Umsätze um 1,85 Milliarden Dollar. Operativ blieben immer mehr als 800 Millionen Dollar hängen. Unterm Strich klingelten zuletzt 505 Millionen Dollar in der Kasse. Und auch wenn sowohl dem Umsatz als auch dem Gewinn ein wenig der Schwung fehlt – vieles spricht dafür, dass sich der Trend zum Kautabak als Alternative zum Rauchen verstärkt. Sofern Altria den Börsengang der Tochter erfolgreich über die Bühne bringt, ist damit zu rechnen, dass Rekordsummen in Werbekampagnen für Kautabak fließen. Auf einer Investorenkonferenz betonte UST-Vorstandschef Murray Kessler kürzlich, dass sich beide Geschäftsfelder gut entwickelten. Er bekräftigte seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr und deutete an, dass das 100- Millionen-Dollar schwere Kostensenkungsprogramm voraussichtlich erhöht wird.

Hohe Dividende bringt Sicherheit

Die satte Dividende ist attraktiv, sie bringt eine Rendite von 4,5 Prozent ein. Im Falle einer längeren Börsenkorrektur würde sich dies stabilisierend auf den Kurs auswirken. Moderat ist zudem das 2008er-KGV mit 15. Anfang diesen Jahres markierte das Papier bei über 60 Dollar ein Top. Seither gab der Titel allerdings um gut zehn Prozent nach – und bietet nun eine gute Einstiegschance.

Kursziel für UST: 50,00 Euro. Stopp: 31,10 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 29/2007.

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