DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Katastrophenstimmung bei US-Anlegern - DAX vor Absturz?

Der erste amerikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus hat eine Amtsenthebung von Präsident Donald Trump gefordert. An der Wall Street haben die Kurse am Donnerstag trotzdem im Plus geschlossen. Der deutsche Aktienmarkt nimmt die Vorlage auf und notiert am Morgen ebenfalls leicht im grünen Terrain. Positiv stimmt die jüngste Umfrage unter den amerikanischen Privatanlegern.

Bearishe US-Anleger

Wie die American Association of Individual Investors (AAII) in ihrer jüngsten Befragung herausgefunden hat, sind lediglich 23,9 Prozent der amerikanischen Privatanleger bullish gestimmt, das heißt, diese rechnen in den nächsten sechs Monaten mit steigenden Kursen. Das sind 8,9 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Umfrage und etwa 14 Prozent weniger als im historischen Durchschnitt. 34,3 Prozent der Anleger sind hingegen bearish, 42 Prozent neutral.

AAII

Angesichts der schlechten Stimmung in den USA ist ein starker Einbruch an der Wall Street äußerst unwahrscheinlich. Außerdem dürfte es nicht zu einem Amtenthebungsverfahren gegen Donald Trump kommen, was zusätzliches Öl ins Feuer gießen könnte.

Gegen einen starken Einbruch spricht ferner, dass viele Aktienfonds große Cashbestände halten. Die Fondsmanager zögern einzusteigen, da die Bewertungen zum Teil schon sehr hoch sind. Vor diesem Hintergrund sind europäische Aktien attraktiver als beispielsweise US-Aktien. Zudem erholt sich die Konjunktur in Europa wieder schneller, während die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhält.

Ruhe bewahren!

Die Eingangsfrage ist daher mit einem klaren Nein zu beantworten. Aus Tradersicht sollte allerdings vor einem Neueinstieg - DER AKTIONÄR ist mit dem DAX-Turbo DGK7FA ausgestoppt worden - ein Kaufsignal oberhalb von 12.670 Punkten abgewartet werden.
 

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