K+S
- Werner Sperber - Redakteur

K+S wird nicht übernommen, was wäre dann?

Jochen Tilk, Vorstandsvorsitzender von PotashCorp, hat bisher kein Übernahmeangebot für K+S abgegeben – und er wird es nicht tun, weil ihm der Kauf zu teuer ist. Mal angenommen, das ist so, wie ginge es weiter? Der Aktienkurs von K+S, als Vorlaufindikator, ist wieder auf dem Niveau vor dem Bekanntwerden eines möglichen Interesses von PotashCorp. K+S kämpft zudem gegen eine Übernahme zu 41 Euro je Anteil.

Darum muss der Preis steigen
Die Bauern und Agrarkonzerne bekommen seit Jahren für viele ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse stetig weniger – dabei steigt die Zahl der Menschen auf der Erde ebenfalls stetig und damit die Zahl derer, die ein Menschenrecht auf ausreichende, gute Ernährung haben. Die Agrarbetriebe müssten wegen der dadurch bedingten steigenden Nachfrage auch mehr für ihre Erzeugnisse erhalten und die Mehreinnahmen in Düngemittel investieren, denn schließlich würde sich das lohnen.

Die Erholung läuft bereits
Statistiken der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zufolge erhöhte sich der Preis für Dünger ab Oktober 2014 bis etwa Mai/Juni 2015. Dieses Muster scheint saisonal üblich zu sein. Den Halbjahreszahlen von K+S zufolge stammen fast 55 Prozent des Umsatzes aus dem Geschäft mit Kali- und Magnesium-Produkten, wobei die Erträge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als 72 Prozent beziehungsweise mehr als 80 Prozent zu den Konzernergebnissen beigetragen haben. Diesen Zahlen zufolge erholt sich der Preis für Kali- und Magnesium-Produkte seit dem ersten Quartal 2014, wobei sich die weit niedrigeren Erlöse aus Europa den höheren aus Übersee langsam angleichen. Die Übersee-Preise sackten im zweiten Quartal 2015 allerdings wieder deutlich ab. Da die finanzielle Situation von K+S stabil ist, wäre auch ein kurzfristiger Durchhänger zu verkraften.

DER AKTIONÄR hat bereits vor der Übernahme-Spekulation zum Kauf von der K+S-Aktie geraten. Aufgrund der Erholungschancen bleibt es auch jetzt dabei. Das Kursziel beträgt 38 Euro und der Stop-Loss sollte bei 23,50 Euro gesetzt werden.


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