K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

K+S will Potash One komplett – Aktie hat Potenzial

K+S hat bislang 81 Prozent am kanadischen Kali-Konzern Potash One erworben. Nun plant der Düngemittel- und Salzkonzern die Kanadier vollständig zu übernehmen. Die Aktie hat in den letzten Tagen rund zehn Prozent an Wert verloren. Steht nun unmittelbar eine Trendwende bevor?

Der Düngemittelkonzern K+S hat den Kauf des kanadischen Konkurrenten Potash One in trockene Tücher gebracht und sich damit erstmals eine Kalistätte im Ausland gesichert. Die Kassler halten nun einen Mehrheitsanteil von rund 81 Prozent an Potash One. Die Offerte für die noch verbleibenden Aktien wurde bis zum 4. Februar verlängert. Wenn bis dahin 90 Prozent des jetzt noch ausstehenden Kapitals angenommen werden, ist eine Zwangsabfindung der verbliebenen Potash-One-Aktionäre geplant.

Potash nicht gleich Potash

Bei Potash One handelt es sich um einen kleinen, direkten Nachbarn von Potash Corp in Saskatchewan, deren milliardenschwere Übernahme durch den Bergbaukonzern BHP Billiton vor kurzem gescheitert ist. Von Interesse sind für K+S vor allem die Kali-Explorationsprojekte der Kanadier. Diese verfügen über mehr als 208.000 Hektar (entspricht fast 300.000 Fußballfelder) Kali-Explorationsrechte im kanadischen Bundesstaat. Die erwartete Produktionskapazität von bis zu 2,7 Millionen Tonnen pro Jahr ginge mit Investitionen von 2,5 Milliarden Dollar und der Schaffung von bis zu 300 Arbeitsplätzen einher. Mit ersten zur Verfügung stehenden Mengen sei frühestens ab dem Jahr 2015 zu rechnen.

Richtiger Weg

Zuletzt stand der DAX-Konzern wegen fehlender Perspektiven für neue Kali-Bergwerke bei Experten in der Kritik. Experten rechnen, dass die Kali-Vorkommen in Deutschland in 30 bis 40 Jahren erschöpft sein könnten. Mit dieser Übernahme geht K+S genau in die richtige Richtung um auch die wichtige Rohstoffversorgung der Zukunft zu sichern. DER AKTIONÄR ist weiterhin von K+S und dem dahinter stehenden Management überzeugt. Das nächste Kursziel liegt bei 60 Euro.

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