K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

K+S mit Weitblick: Erfolgreiche Übernahme in Kanada

K+S hat die die Mehrheit am kanadischen Kali-Konzern Potash One erworben und sichert sich somit erstmals eine Kalistätte im Ausland. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie leicht im Minus. Wie geht es 2011 weiter?

Der Düngemittelkonzern K+S hat den Kauf des kanadischen Konkurrenten Potash One in trockene Tücher gebracht. Die Kassler halten nun einen Mehrheitsanteil von rund 81 Prozent an Potash One. Die Offerte für die noch verbleibenden Aktien wurde bis zum 4. Februar verlängert. Einer vollständigen Übernahme steht jetzt nichts mehr im Wege.

Potash nicht gleich Potash

Bei Potash One handelt es sich um einen kleinen, direkten Nachbarn von Potash Corp in Saskatchewan, deren milliardenschwere Übernahme durch den Bergbaukonzern BHP Billiton vor kurzem gescheitert ist. Von Interesse sind für K+S vor allem die Kali-Explorationsprojekte der Kanadier. Diese verfügen mehr als 208.000 Hektar (entspricht fast 300.000 Fußballfelder) Kali-Explorationsrechte im kanadischen Bundesstaat. Die erwartete Produktionskapazität von bis zu 2,7 Millionen Tonnen pro Jahr ginge mit Investitionen von 2,5 Milliarden Dollar und der Schaffung von bis zu 300 Arbeitsplätzen einher. Mit ersten zur Verfügung stehenden Mengen sei frühestens ab dem Jahr 2015 zu rechnen.

Richtiger Weg

Zuletzt stand der DAX-Konzern wegen fehlender Perspektiven für neue Kali-Bergwerke bei Experten in der Kritik. Experten rechnen, dass die Kali-Vorkommen in Deutschland in 30 bis 40 Jahren erschöpft sein könnten. Mit dieser Übernahme geht K+S genau in die richtige Richtung um auch die wichtige Rohstoffversorgung der Zukunft zu sichern. DER AKTIONÄR ist weiterhin von K+S und dem dahinter stehenden Management überzeugt. Das nächste Kursziel liegt bei 60 Euro.

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