K+S
- Thomas Bergmann - Redakteur

K+S-Investor stockt Aktien auf - Spekulation auf neues Potash-Angebot

Neben den Automobilbauern steht am Freitag die Aktie von K+S im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Morgen berichtet, hat einer der größten K+S-Investoren seine Beteiligung an dem deutschen Kalikonzern aufgestockt. Die Aktie des DAX-Konzerns war in den letzten Tagen massiv gefallen, nachdem das Übernahmeangebot der kanadischen Potash abgelehnt wurde.

Dem Bericht zufolge hat Acatis Investment die K+S-Bestände um etwa 20 Prozent durch Zukäufe am Mittwoch und Donnerstag auf rund 860.000 Aktien oder 0,45 Prozent erhöht. Das gehe aus einer E-Mail von Hendrik Leber, Managing Partner bei der Frankfurter Investmentfirma, hervor. Der Investor setze darauf, dass Potash Corp. of Saskatchewan das 7,85 Milliarden schwere Übernahmeangebot wieder aufleben lässt.

"Offensichtliche Unterbewertung"

"Da wir eine offensichtliche Unterbewertung plus die Chance auf ein erneutes Angebot sehen, halten wir die Aktie für günstig", erklärt Leber die Kaufentscheidung. "Ich fand es verblüffend, dass das Management das Angebot offenbar nicht wirklich mit dem Bieter besprochen hat, sondern es anscheinend zurückwies, ohne intensive Gespräche mit Potash geführt zu haben. Das Management sollte sich mehr Mühe geben, seine Eigentümer zufriedenzustellen, und das beinhaltet auch Gespräche mit einem Bieter", so der Wortlaut in der E-Mail.

Wie Bloomberg weiter berichtet, lehnte ein K+S-Sprecher eine Stellungnahme ab zu den Aussichten eines erneuten Potash-Angebots oder zum Kursverfall ab.

K+S; Chart

Neue Kaufchance

Durch den starken Kursrückgang in den vergangenen Wochen hat sich das Chance-Risiko-Profil bei K+S deutlich verbessert. Die Aktie ist mittlerweile da angelangt, wo sie vor dem ersten Übernahmeangebot von Potash stand. Die Bewertung ist trotz der jüngsten Preisabstriche am Kalimarkt historisch günstig bewertet, hinzu kommt die Übernahmefantasie. Auf mittlere Sicht ist die Aktie ein Kauf.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr