K+S
- Werner Sperber - Redakteur

K+S bleibt eine "Gelddruckmaschine"

Der Aktienkurs von K+S steigt heute mit dem DAX. Zudem steigen die Anteilscheine auch in der Gunst der Analysten. Selbst der pessimistischste Experte erklärt, das Risiko sei im Vergleich zu anderen Chemiekonzernen niedrig.

Jean de Watteville, Analyst von Nomura, erinnert an die eingetrübten Konjunktur-Perspektiven. Selbst vor diesem Hintergrund erscheine das Risiko bei einem Engagement in die in Kassel ansässige K+S AG im Vergleich zu anderen Chemie-Unternehmen niedrig. Die Geschäfte des Konzerns seien vergleichsweise wenig von der Nachfrage aus der Industrie abhängig. Der Produzent von Düngemitteln und Auftausalz dürfte dafür auch im kommenden Jahr von den begrenzten Förderkapazitäten und der damit angespannten Angebotslage bei Kali profitieren. Langfristig ist allerdings von sinkenden Kalipreisen auszugehen. Auf den Kurs der Titel sollte sich das in den kommenden zwölf Monaten jedoch nicht auswirken. Vor diesem Hintergrund hob de Watteville seine Einstufung für die Aktie von "Reduce" auf "Neutral" und sein Kursziel von 51 auf 53 Euro an. Marc Gabriel, Analyst des Bankhauses Lampe, verweist darauf, dass sich die Zahlen von K+S für das zweite Quartal 2011 in allen Bereichen positiv entwickelt haben. Er geht davon aus, dass die Kalidüngerpreise weiter steigen und K+S eine "Gelddruckmaschine" bleibt. Deshalb bestätigte er sein Rating mit "Kaufen" und reduzierte nur sein Kursziel von 65 auf 55 Euro.

Nachholpotenzial

Michael Schäfer, Analyst von Equinet, erklärt, die von K+S durchgesetzte Kette von Preisanstiegen halte an. Das bestätigte ihn in seiner positiven Einschätzung für die Aktie. Zudem entwickelte sich die Notierung in einem beständigen weltweiten Agrar-Umfeld deutlich zu schwach. Deshalb beließ er sein Votum bei "Buy" und sein Kursziel bei 67 Euro. Insgesamt schätzen die Analysten die Gewinne je Aktie für die Jahre 2011 bis 2013 auf 3,75 Euro beziehungsweise 4,45 Euro respektive 4,79 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 12 beziehungsweise 10 respektive 9. Aufgrund des dauerhaft zulegenden Agrarmarktes und der dafür günstigen Bewertung bleibt DER AKTIONÄR beim Kursziel von 70 Euro.

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