K+S
- Maximilian Völkl

K+S: Bleibt der Wackelkandidat im DAX?

Seit 2011 hat das Papier von K+S zweitweise mehr als zwei Drittel seines Wertes verloren. Darunter litt natürlich auch die Marktkapitalisierung des Dünger- und Salzkonzerns. In den vergangenen Wochen stabilisierte sich die Aktie allerdings. Vor der Anpassung der Aktienindizes bleibt der Titel dennoch der größte Wackelkandidat im DAX.

Am 3. September nimmt der Arbeitskreis Aktienindizes die neuen Anpassungen für den deutschen Leitindex vor. Maßgeblich für die Einstufung sind dabei die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz. Es scheint derzeit jedoch so, dass der Wackelkandidat K+S nicht ausgetauscht wird, denn dazu müsste der Hauptwettbewerber ProSiebenSat.1 in beiden Kategorien unter den Top 30 in Deutschland stehen. Bei der Marktkapitalisierung ist dies der Fall, beim Umsatz steht derzeit allerdings nur Rang 32 zu Buche.

Kursziel gesenkt

Am Freitag zählt die K+S-Aktie bereits zu den stärksten Werten im DAX. Trotz einer negativen Studie der LBBW kann der Titel zulegen. Die Analysten haben das Kursziel von 27 auf 26 Euro gesenkt, die Einstufung allerdings auf „Halten“ belassen. Ohnehin sieht die Mehrzahl der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten die Aktie derzeit fair bewertet. Zwölf Mal wird zum Kauf der Aktie geraten, dem stehen 13 Verkaufsempfehlungen gegenüber. Zudem lautet das Votum 14 Mal „Hold“. Das durchschnittliche Kursziel von 24,10 Euro entspricht dabei in etwa dem aktuellen Niveau.

Comeback

Die Talsohle bei K+S ist durchschritten. Das Preisniveau bei Kali hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Obwohl die Preise im Vergleich zum Vorjahr noch stark gedrückt sind, ist bei der Aktie derzeit ein Comeback zu beobachten. Ebenfalls positiv dürfte sich der immer wahrscheinlicher werdende Verbleib im DAX auswirken. DER AKTIONÄR rechnet dementsprechend mit einer Fortsetzung der Erholung und empfiehlt, mit einem Stopp bei 19,50 Euro investiert zu bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das klingt wirklich gut, aber ...

Der Kali- und Salzproduzent K+S hat heute seine neue Strategie „Shape 2030“ vorgestellt und dabei ehrgeizige Ergebnisziele ausgegeben: Demnach will das Management um den neuen Vorstandsvorsitzenden Burkhard Lohr den operativen Gewinn (EBITDA) bis 2030 auf bis zu drei Milliarden Euro steigern. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Mehr als nur Kali

Über viele Wochen hinweg ist darüber spekuliert worden, dass der neue Vorstandsvorsitzende von K+S, Burkhard Lohr, das Salzgeschäft abspalten und an die Börse bringen könnte. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wird ein derartiger Schritt von der Konzernführung nun allerdings … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das muss geliefert werden

Die Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S konnte sich an den vergangenen Handelstagen wieder deutlich erholen. Um eine nachhaltige Trendwende zu vollziehen, müsste der MDAX-Konzern allerdings bei der Vorlage der Geschäftszahlen auch endlich wieder einmal positiv überraschen. DER AKTIONÄR … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Vorbild Lufthansa?

Die Aktie von K+S bleibt die am stärksten geshortete Aktie im HDAX. Der hohe Anteil von spekulativen Investoren, die auf sinkende Kurse setzen, belegt die bestehenden Abwärtsrisiken. Andererseits kann dies wie etwa jüngst bei der Lufthansa im Zuge eines Short-Squeeze auch zu einem raschen, … mehr