K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

K+S-Anleger in Angst: Werden die Q3-Zahlen ein Desaster?

K+S-Aktionäre aufgepasst: Am Dienstag wird der DAX-Konzern seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. Nachdem der US-Konkurrent Potash Mitte Oktober nach schwachen Zahlen überraschend die Prognose gesenkt hat, ist die Verunsicherung groß.

Eine schwache Salznachfrage und eine Normalisierung der Düngemittelexporte dürften K+S aus Sicht von Experten im dritten Quartal belastet haben. Die Streusalz-Lager bei den Kunden seien weiterhin gut gefüllt. Darüber hinaus sei im dritten Quartal nicht erneut mit einem Exportschub für Kali-Dünger zu rechnen, heißt es bei Analysten. K+S hatte im zweiten Quartal von einem starken Überseegeschäft und einer guten Voreinlagerung in Europa bei Kali- und Magnesiumprodukten profitiert. Insgesamt rechnen Analysten mit einer geringeren Profitabilität.

Umsatz- und Gewinnrückgang

Die Analysten erwarten für das dritte Quartal im Schnitt mit einem Umsatzrückgang um ein Viertel auf 873 Millionen Euro. Bereinigt um den Verkauf des Stickstoffgeschäfts ergibt sich aber ein leichtes Plus von zwei Prozent. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (EBIT I) erwarten die Experten im Schnitt einen Rückgang um 16 Prozent auf 166 Millionen Euro. Hier werden unter anderem Finanzgeschäfte zur Absicherung von Wechselkursrisiken herausgerechnet. Unter dem Strich erwarten die Analysten einen bereinigten Gewinn von 108 Millionen Euro.

Höhere Dividende

K+S-Chef Norbert Steiner hatte Mitte August bei Vorlage des vollständigen Halbjahresberichts eine höhere Dividende in Aussicht gestellt. Ein Jahr zuvor hatten die Kasseler 1,30 Euro je Aktie ausgeschüttet. Der Buchgewinn aus dem Verkauf der K+S Nitrogen (Stickstoff) und der Wegfall belastender Effekte aus der Veräußerung des COMPO-Geschäfts dürften sich positiv auf das Konzernergebnis auswirken. Die Prognose für 2012 hatte er bestätigt und mit konkreten Spannen untermauert.

Historisch günstig

Die Verunsicherung trägt dazu bei, dass K+S von den Anlegern derzeit links liegen gelassen wird - trotz guter Zukunftsaussichten und einer starken Bilanz. Schaut man sich die Bewertung an, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Aktie wieder in Schwung kommt: Das 2012er-KGV liegt gerade einmal bei 10. Im Schnitt waren die Anleger in den vergangenen zehn Jahren dazu bereit, das 15-fache des Gewinns zu zahlen.

Kursziel 45 Euro

DER AKTIONÄR hält an seinem Kursziel von 45 Euro fest. Aus charttechnischer Sicht könnte sich eine umgekehrte „Schulter-Kopf-Schulter" Formation ausbilden. In der Charttechnik ist dies wohl die bedeutsamste Umkehr-Formation. 

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