K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

K+S-Aktie ist „saugünstig“

Seid gierig, wenn andere ängstlich sind, und seid ängstlich, wenn andere gierig sind – hierbei handelt es sich um einen Rat von Warren Buffett. Bei der K+S-Aktie haben Anleger derzeit viel Angst: Höhere Kosten für das Kaliwerk in Kanada, ungewisse Preisentwicklung bei Dünger. Das hat einen Vorteil. Die Aktie ist „saugünstig“.

K+S ist gut ins neue Jahr gestartet. Umsatz und Gewinn lagen über den Erwartungen. Gleichzeitig bestätigte das Management die Jahresprognose. Umsatz und Gewinn sollen über dem Vorjahresniveau liegen. Die Aktie ist dieses Jahr trotzdem noch nicht richtig vom Fleck gekommen.

Höhere Kosten

Das dürfte wahrscheinlich an den höheren Kosten für das neue Kaliwerk in Kanada liegen. Anstatt der bisher in der Machbarkeitsstudie von Ende 2011 geplanten 3,25 Milliarden Dollar werden nun 4,1 Milliarden Dollar veranschlagt. Das entspricht einem Kostenanstieg von 26 Prozent. In diese Planung sind jetzt die unternehmenseigenen Investitionen in die Infrastruktur, die Modifizierung der bekannten Anlagenkomponenten und der Infrastruktur und zusätzlich auch noch die höheren Material- und Personalkosten mit eingeflossen. Zudem wird die Aufnahme der Produktion von Ende 2015 auf Mitte 2016 verschoben, da weitere Baumaßnahmen notwendig seien.

Starkes Kaufargument

Nichtsdestotrotz dürfte der Düngemittel- und Streusalzkonzern die Investitionen problemlos tragen können. K+S erzielt hohe Umsatzrenditen und einen hohen Cashflow. Der Konzern ist bestens aufgestellt und nach dem eher schwachen Jahr 2012 gibt es jetzt Zeichen, dass 2013 besser ausfallen wird. Daher hat die Aktie deutliches Aufholpotenzial. Allein die attraktive Dividendenrendite von rund vier Prozent ist ein starkes Kaufargument. Mit einem KGV von 11 und einen KBV von 1,6 kann man bei diesem Wert aktuell nicht viel verkehrt machen. Anleger sollten daher nach dem alten Kostolany-Sprichwort handeln: „Kaufen Sie Aktien und Schlaftabletten und schauen sie lange nicht auf das Depot." Bei K+S sollte diese Strategie aufgehen.

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