K+S
- Marion Schlegel - Redakteurin

K+S-Aktie: Erst Abstufung und jetzt das

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S muss einen Teil seiner Herstellung ab Dezember unter Umständen drosseln. "Die Kaliproduktion in Hessen und Thüringen ist in Abhängigkeit von der Wasserführung der Werra in wenigen Tagen möglicherweise nur noch eingeschränkt gewährleistet, sagt Ralf Diekmann, Geschäftsführer der K+S Kali GmbH laut einer Unternehmensmitteilung von Montag. Hintergrund ist, dass die Bearbeitung des sogenannten Versenkantrages durch die Behörde über den 30. November hinaus andauern wird. Daher steht K+S für die Entsorgung von Salzabwässern ab Dezember 2015 zunächst nur der Entsorgungsweg der Einleitung in die Werra zur Verfügung. Bisher kann dafür auch die Versenkung im Boden genutzt werden.

Die Genehmigungsbehörde prüfe die Möglichkeit einer Übergangsregelung bis zur endgültigen Entscheidung, hieß es in der Mitteilung weiter. "Mit Blick auf die ausstehende Entscheidung über den Versenkantrag kommt der zu prüfenden Übergangsregelung eine entscheidende Bedeutung bei der Fortführung der Kaliproduktion zu." Sie ersetze aber nicht die beantragte Versenkung bis zum Jahr 2021, da K+S auf diesen Entsorgungsweg bis zur Fertigstellung der Ergänzungsfernleitung an die Oberweser nicht verzichten könne.

Experten raten zum Verkauf

Zuletzt hatte eine Abstufung der Experten des Schweizer Bankhauses Credit Suisse die Aktien von K+S belastet. Analyst Chris Counihan signalisiert mit seiner Einstufung "Underperform" nun eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung. Sein Kursziel kürzte er auf 22 Euro und liegt damit um gut acht Prozent unter dem aktuellen Xetra-Niveau. Angebot und Nachfrage am Kali-Markt sieht er kurz- und mittelfristig skeptisch und senkte daher seine operativen Gewinnprognosen um 11 Prozent.

DER AKTIONÄR empfiehlt investieren Anlegern weiterhin, ihre Position mit einem Stopp bei 19,00 Euro nach unten abzusichern.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Margin Call -
    Wohl keine Überraschung für das Management. Aber Steiner hat ja gesagt, dass K+S liefern wird. Fragt sich nur, was. Wenn jetzt (bzw. dann im Geschäftsbericht) die Ausflüchte kommen, ist das Vertrauen in das Management endgültig dahin. Wer 41 € ablehnt, sollte besser einen guten Plan haben, der Preisschwankungen und Wasserstände locker wegsteckt. Sonst sieht er am Ende unseriös aus, und es muss ihm vorgeworfen werden, wider besseren Wissens eine Offerte abgelehnt zu haben, ggf. ja nur, um den eigenen Stuhl zu sichern.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S mit roten Zahlen – was nun?

K+S hat auch im dritten Quartal unter Produktionsproblemen und dem anhaltenden Preisdruck im Kali-Geschäft gelitten und rote Zahlen geschrieben. Von Juli bis September ging der Umsatz im Jahresvergleich um 22,9 Prozent auf 687,6 Millionen Euro zurück. Sowohl das Salz- als auch das Kaligeschäft … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Morgen wird es spannend

Morgen ist es soweit: K+S legt die Zahlen vor. Niedrigere Kali-Preise, Produktionsprobleme in Deutschland, Verzögerungen beim Start einer neuen Mine in Kanada und ein schwaches Salzgeschäft - die Liste der Belastungsfaktoren ist lang. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einem scharfen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Ein düsterer Ausblick

Es lief zuletzt wieder rund für die zuvor monatelang gebeutelte Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S. Der MDAX-Titel konnte sich wieder deutlich von dem Ende September markierten Tief bei 15,89 Euro entfernen. Dadurch hatte sich das Chartbild auch wieder klar aufgehellt. Doch am Freitag … mehr