K+S
- Jochen Kauper - Redakteur

K+S-Aktie: Analysten sehen wenig Potenzial

Die Aktie von K+S zählt am Dienstag zu den größten DAX-Verlierern. Grund ist eine Herabstufung von Nomura. Analyst Jean De Watteville erwartet steigende Kosten und höhere Investitionsausgaben, welche auf lange Sicht die Gewinne von K+S belasten. Was bedeutet das für die Aktie?

Jean De Watteville ist dafür verantwortlich, dass die Aktie von K+S am Dienstagmorgen am Ende des DAX notiert. Der Analyst von Nomura hat das Papier in einer Branchenstudie von „Neutral" auf „Reduce". Gleichzeitig hat De Watteville das Kursziel von 48,00 Euro auf 44,00 Euro reduziert. Den Schritt begründete der Analyst damit, dass er in Zukunft für K+S höhere Kosten und Investitionsausgaben erwarte. Zudem seien seine langfristigen Erwartungen für die Preisentwicklung bei Kali eher negativ.

Großaktionär verabschiedet

Zuletzt haben sich im Aktionärskreis von K+S Veränderungen ergeben. Der Großaktionär Eurochem aus Russland hat seinen Anteil beim Düngemittelproduzenten umgeschichtet. Die Muttergesellschaft Eurochem Group SE verfüge derzeit noch über Anteile von rund 10 Prozent, so ein K+S-Sprecher. Nachdem der Großaktionär BASF im vergangenen Jahr ausgestiegen ist und sich dadurch der Streubesitz von K+S deutlich erhöht hat, wird der Düngemittelhersteller immer wieder als Übernahmekandidat für Rohstoffriesen wie zum Beispiel BHP oder Vale genannt.  

Megatrend-Aktie

Auf der einen Seite müssen immer mehr Menschen ernährt werden, auf der anderen Seite nimmt die verfügbare Fläche für Agrarprodukte kontinuierlich ab. Um das Problem zu lösen, sind Spezialisten für Düngemittel gefragt. In diesem Bereich ist K+S bestens ausgestellt. Mit einem 2013er-KGV von 12 ist die Aktie keinesfalls zu teuer. Zwar reagierten Anleger auf die Herabstufung von Nomura erstmal mit Verkäufen. Dennoch: DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung für K+S. Grund: Der Konzern hat 2011 das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. 2012 wird die Nachfrage nach Düngemittel hoch bleiben. Kursziel: 47,50 Euro. Stoppkurs: 32,50 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Gelingt 2018 endlich die Wende?

Die US-Ostküste kämpft immer noch gegen die Massen aus Eis und Schnee – und das mithilfe des Salzherstellers K+S. Wenig verwunderlich war es daher, dass der Aktienkurs in den vergangenen Tagen auch wieder deutlich Boden gut machen konnte. Dadurch hat sich auch das Chartbild deutlich aufgehellt. Was … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr