K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: So könnte die Potash-Übernahme verhindert werden

Potash würde gerne K+S übernehmen. Der DAX-Konzern ziert sich jedoch noch und verweist zudem darauf, dass der gebotene Preis von 41 Euro je Aktie nicht dem „fundamentalen Wert“ des Unternehmens gerecht wird. Indes haben die Kasselaner noch andere „Giftpfeile“ in der Hinterhand, um Potash die Übernahme zu erschweren.

Denn der Düngemittel- und Salzproduzent hat auch einige „Change-of-Control-Klauseln“ installiert, die eine Übernahme erschweren und teilweise auch deutlich verteuern würden. So müsste Potash laut Angaben der „Wirtschaftswoche“ im Falle einer Akquisition ausstehende Kredite und Anleihen von K+S im Volumen von fast 2,5 Milliarden Euro sofort zurückzahlen – auch wenn diese eigentlich noch länger laufen würden. Somit müsste Potash neben dem Kaufpreis für die K+S-Aktie zusätzliches Kapital aufwenden.

Zudem gilt bei K+S bereits seit dem Jahre 2001 die Klausel, dass die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern nur mit einer Mehrheit von 75 Prozent möglich ist. Im Normalfall reichen auch hier 51 Prozent. Dadurch würde es für Potash schwieriger werden, den Aufsichtsrat entsprechend der eigenen Vorstellungen zu besetzen.

Gibt es einen "Weißen Ritter"?
Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren „Giftpfeil“. So hat sich Konzernchef Norbert Steiner bei der letzten Hauptversammlung genehmigen lassen, 19 Millionen Aktien mit der Möglichkeit des Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre ausgeben zu dürfen. Diese Anteile könnte K+S eventuell einem „weißen Ritter“ andienen. Wer jedoch in diese Rolle schlüpfen könnte, ist derzeit noch vollkommen unklar.

Aktie bleibt attraktiv
Trotz dieser Hürden dürfte Potash weiterhin versuchen, den deutschen Konkurrenten zu schlucken. Die Chancen dafür, dass die Kanadier noch einmal etwas auf die bisher gebotenen 41 Euro aufschlagen, stehen relativ gut. Anleger sollten daher bei K+S investiert bleiben. Der Stoppkurs sollte bei 34,00 Euro belassen werden.


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