K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Schuld ist Goldman Sachs

Die Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S konnte in der vergangenen Handelswoche deutlich zulegen. Der Start in die neue Börsenwoche verläuft allerdings alles andere als vielversprechend. Denn im Zuge eines negativen Analystenkommentars geht es mit den DAX-Titeln im vorbörslichen Handel zunächst bergab.

So hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die K+S-Aktie mit "Sell" und einem Kursziel von 25,00 Euro in die Bewertung aufgenommen. Analyst Jaideep Pandya betonte im Rahmen seiner jüngsten Branchenstudie, dass sich unter den europäischen Chemiekonzernen die Hersteller von Vorprodukten (Upstream) in den kommenden zwei Jahren operativ deutlich schlechter entwickeln als die chemischen Verarbeiter (Downstream) dürften. Für die K+S-Aktie sieht er derzeit ein Abwärtspotenzial von rund vier Prozent.

Für mutige Anleger weiter attraktiv
Im frühen Handel zeigt sich die K+S-Aktie dennoch relativ robust. DER AKTIONÄR rät mutigen Anlegern weiterhin zum Kauf. Die aktuell sehr günstige Bewertung und die Fantasie durch die Legacy-Mine sollten den Kurs in den kommenden Monaten beflügeln. Der Stopp sollte auf 21,50 Euro nachgezogen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Margin Call -
    Die Bewertung von K+S ist aktuell extrem schwierig: Auf der Habenseite stehen KGV, Dividendenrendite, langfristige Chancen durch das Legacy-Projekt und kurzfristig Übernahmespekulationen. Auf der Soll-Seite stehen das verspielte Vertrauen in das Mgt., die niedrigen Kalipreise und der Produktionsstop. Vor allem das Vertrauen in das Management ist ein Knackpunkt: War das Nachlassen der Kalipreise noch nicht absehbar, als man die 41€-Offerte von Potash als zu niedrig ausgeschlagen hat? Wer glaubt dem Vorstand noch, dass er gute Gründe dafür hat, den Wert des Unternehmens höher als 41€ zu sehen, wenn er kurze Zeit später das obere Ende der selbst angestrebten Gewinnspanne als ambitioniert bezeichnet? Ist vor dem Hintergrund der Kalipreise und des Produktionsstops tatsächlich mit einer stark steigenden Dividende zu rechnen oder ist nicht eher eine moderate Steigerung (z. B. 1€) realistischer?

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das klingt wirklich gut, aber ...

Der Kali- und Salzproduzent K+S hat heute seine neue Strategie „Shape 2030“ vorgestellt und dabei ehrgeizige Ergebnisziele ausgegeben: Demnach will das Management um den neuen Vorstandsvorsitzenden Burkhard Lohr den operativen Gewinn (EBITDA) bis 2030 auf bis zu drei Milliarden Euro steigern. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Mehr als nur Kali

Über viele Wochen hinweg ist darüber spekuliert worden, dass der neue Vorstandsvorsitzende von K+S, Burkhard Lohr, das Salzgeschäft abspalten und an die Börse bringen könnte. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wird ein derartiger Schritt von der Konzernführung nun allerdings … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das muss geliefert werden

Die Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S konnte sich an den vergangenen Handelstagen wieder deutlich erholen. Um eine nachhaltige Trendwende zu vollziehen, müsste der MDAX-Konzern allerdings bei der Vorlage der Geschäftszahlen auch endlich wieder einmal positiv überraschen. DER AKTIONÄR … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Vorbild Lufthansa?

Die Aktie von K+S bleibt die am stärksten geshortete Aktie im HDAX. Der hohe Anteil von spekulativen Investoren, die auf sinkende Kurse setzen, belegt die bestehenden Abwärtsrisiken. Andererseits kann dies wie etwa jüngst bei der Lufthansa im Zuge eines Short-Squeeze auch zu einem raschen, … mehr