K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Jetzt ist es amtlich

K+S Fahnen 20140905

In den vergangenen Wochen wurde unter anderem nach schwachen Zahlen von Konkurrenten wie zuletzt etwa Potash immer wieder darüber spekuliert, nun haben die Marktteilnehmer Gewissheit: Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat wegen des Kali-Preisdrucks seine Prognose für das laufende Jahr etwas zurückgenommen.

Der Umsatz dürfte sich 2015 auf 4,3 bis 4,5 Milliarden Euro erhöhen. Bisher waren je 50 Millionen Euro mehr veranschlagt worden. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) dürfte auf 780 bis 830 Millionen Euro klettern. Bisher waren bis zu 860 Millionen angepeilt worden.

Höhere Dividende „wahrscheinlich“

2014 hatte K+S wegen der Turbulenzen am Kalimarkt bei einem Umsatz von 3,82 Milliarden Euro operativ 641 Millionen verdient. Damit geht K+S weiter von einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses aus. Auch eine höhere Dividende für 2015 sei "wahrscheinlich", hieß es. Der kanadische Konkurrent Potash hatte seine milliardenschwere Übernahmeofferte Anfang Oktober wegen des Widerstands bei K+S und des Rückgangs wichtiger Rohstoffpreise zurückgezogen. Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Mutige können zugreifen

Dass die Gewinnprognose angesichts des schwierigen Marktumfeldes gesenkt wird, ist keine allzu große Überraschung. Es bleibt dabei: Mutige Anleger können beim günstig bewerteten DAX-Titel dennoch weiter zugreifen. Der Stopp sollte bei 19,00 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Margin Call -
    Das sind gute Nachrichten. Nachdem Anleger das Vertrauen in den K+S Vorstand wegen seiner nicht nachvollziehbaren Äußerungen im Übernahmekampf verloren hatten, sind das nun erste Anzeichen einer konsistenten Unternehmenspolitik: Steiner hatte ja bereits gesagt, das obere Ende der Spanne sei mittlerweile ambitioniert, aber an der Spanne gebe es nichts zu deuteln. Was noch fehlt: 1. Klare Informationen über den Unternehmenswert (laut K+S waren ja 41 € pro Aktie zu wenig) und, wie er im Aktienkurs erreicht werden soll. Vage Aussagen zu Legacy sind zu wenig 2. Klarheit über die Dividende (sollte deutlich steigen) 3. Maßnahmen, wie K+S die Kalipreise abfedern kann (z. B., wenn sie länger niedrig bleiben sollten).

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